VfB-Torjäger Ermedin Demirovic nach Verletzungspause: zurück, hungrig, bereit
Stuttgart. Dem VfB Stuttgart winkt zum Wiederbeginn der Bundesliga am kommenden Samstag gegen Bayer 04 Leverkusen (18.30 Uhr) die Rückkehr von Ermedin Demirovic. Der Stürmer fiel seit Anfang Oktober mit einer Fußverletzung aus, scheint jetzt aber wieder topfit. Beim Trainingsauftakt zum Jahresbeginn stand der 27-Jährige auf dem Platz, absolvierte die gesamte Einheit ohne Einschränkungen. Der Torjäger ist motiviert – und will der Mannschaft lieber heute als morgen wieder mit Toren helfen.
Ermedin Demirovic: Schonfrist nicht benötigt
In den Spielformen beim öffentlichen Training gab Ermedin Demirovic wieder Vollgas und machte dabei einen guten Eindruck. Keine Hemmungen, keine angezogene Handbremse, der Stürmer wirkte spritzig. „Es hat sich gut angefühlt“, sagte Ermedin „Medo“ Demirovic nach der Einheit. „Ich will dem Trainer das Gefühl geben, dass ich ready bin – egal für wie viele Minuten.“ Ein Fingerzeig, der bei Sebastian Hoeneß angekommen sein dürfte, nicht zuletzt weil der Coach seinen Stürmer ohne Welpenschutz in die Übungen und Zweikämpfe schickte: „Medo ist kein Reha-Spieler mehr. Trotzdem muss auch er die Zeit bekommen, peu à peu herangeführt zu werden“, so Hoeneß.
Immerhin war Ermedin Demirovic seit Anfang Oktober raus – nach dem sechsten Bundesligaspieltag gegen den 1. FC Heidenheim wurde bei ihm ein beginnender Ermüdungsbruch in der Fußwurzel erkannt. „Zum Glück haben wir ihn rechtzeitig rausnehmen können, sodass nichts gebrochen ist. Dann wäre es ganz sicher eine Operation und eine noch längere Ausfallzeit geworden“, so Hoeneß. Für Demirovic ein schwacher Trost, für den Torjäger hieß es von nun an: Zwangspause, Schonen, Zuschauen.
Demirovic muss lange zuschauen – und nervt die VfB-Ärzte
Besonders nach dem Saisonstart nicht leicht, mit drei Toren und einer Vorlage in sechs Spielen war der Bosnier mit einer der wichtigsten VfB-Spieler zu Beginn der Spielzeit. In Abwesenheit des verletzten Deniz Undav trat er sogar als Kapitän auf. Dass Demirovic während seiner Verletzung nicht noch mehr vermisst wurde, dürfte definitiv an der brachialen Form von Undav gelegen haben, der nach seiner Rückkehr mit zehn Toren und vier Vorlagen den Ausfall seines Sturmkollegen nahezu vergessen machte.
„Die Ärzte hatten mit mir keinen einfachen verletzten Spieler, ich bin ihnen schon ein bisschen auf die Nerven gegangen“, so Demirovic. „Ich wollte schnell zurückkommen, sie mussten mich bremsen.“ Seine Herausforderung: Bis auf 20 Ausfalltage im Juni 2023 fehlte er in seiner Karriere zuvor noch nie. Nun war bei der fragilen Verletzung Vorsicht gefragt – bei dem Spieler, der es sonst gewohnt war, immer voll dabei zu sein: „Ich kannte es nicht, so lange raus zu sein.“
Ermedin Demirovic: Gegen Leverkusen schon eine Option für den VfB?
Nun hat das Warten für Ermedin Demirovic bald ein Ende. Ob er schon für das kommende Ligaspiel in Leverkusen eine Option ist? „Ich hoffe es“, schmunzelt der Stürmer. Denn bei aller Vorsicht weiß auch er: In den kommenden Wochen warten eng getaktete, wichtige Spiele auf den VfB Stuttgart, in denen früher oder später rotiert wird. „Bei den vielen Spielen werde ich auf meine Einsatzzeiten kommen“, so Demirovic. „Ich habe einiges getan, um sofort bereit zu sein.“
Und wenn er dann wieder in Pflichtspielen auf dem Platz steht, bleibt das Ziel des bosnischen Nationalspielers das übliche: „Ich möchte der Alte werden, auf Torejagd gehen und der Mannschaft helfen.“ Mit der nötigen Vorsicht, gepaart mit dem beim Stürmer ohnehin gegebenen Torhunger sollte eines klar sein: Ein fitter Ermedin Demirovic kann dem VfB Stuttgart in der Rückrunde nur guttun.



