VfB Stuttgart

VfB will bei Union Berlin nachlegen: Warum Orel Mangala die Ersatzbank droht

Orel Mangala
VfB-Mittelfeldspieler Orel Mangala. © Danny Galm

Seit dem emotionalen Comeback-Sieg gegen Gladbach ist beim VfB Stuttgart die Hoffnung zurück. Am Wochenende wollen die Schwaben den einen Hauptstadt-Club schlagen und den anderen im Abstiegskampf dadurch unter Druck setzen. Und ein Stuttgarter Stammspieler der bisherigen Saison könnte dabei zum Zuschauen verdammt sein.

VfB will Schwung mitnehmen

Die Zuversicht ist zurück und das rettende Ufer mit einem Mal wieder ganz nah. Gewinnt der VfB am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Union Berlin, zieht er zumindest schon mal für ein paar Stunden an Hertha BSC auf dem Relegationsplatz vorbei - und setzt das Team seines Ex-Trainers Tayfun Korkut vor dem Abendspiel bei Borussia Mönchengladbach gehörig unter Druck

Der wichtige 3:2-Sieg gegen eben diese Gladbacher vergangenes Wochenende hat den Schwaben im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga spürbar neue Hoffnung gegeben. Jetzt gilt es, sie langfristig am Leben zu halten.

„Wir wollen den Schwung und die breite Brust mitnehmen“, sagte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo am Donnerstag (10.03.). „Es war erfrischend, aufzustehen und einen Sieg nachbereiten zu müssen und keine Niederlage“, sagte der Coach. Dessen Team hatte bis zum vergangenen Samstag neunmal in Serie nicht gewonnen. Schon im ersten Training diese Woche habe man „ein paar Prozent mehr Freude gespürt“, berichtete der 44-Jährige. 

Diese Freude will sich der VfB bewahren. Wohlwissend, dass der Comeback-Erfolg gegen die Borussia nach 0:2-Rückstand nur ein erster Schritt war. Womöglich aber noch nicht ganz die Wende.

So ist die aktuelle Form von Union Berlin

Stuttgart ist nach wie vor Tabellenvorletzter. Und Union, das vier der vergangenen fünf Liga-Partien verloren hat, in Matarazzos Augen „weiter eine extrem unangenehme Mannschaft“ und „zäh zu bespielen“. Seit dem Wechsel von Stürmerstar Max Kruse zum Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg lief bei den Köpenickern - abgesehen vom Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals - nicht viel zusammen. In vier ihrer insgesamt sechs Pflichtspiele seitdem blieben sie ohne Treffer. 

Dennoch warnt der VfB-Coach seine Spieler davor, auch nur das kleinste Bisschen nachzulassen. Er erwarte ein „ganz anderes Spiel“ als gegen Gladbach, betonte er. Geduld und taktische Disziplin seien gefragt.

Offensivmann Chris Führich, der schon gegen die Borussia getroffen hat, soll auch gegen Union helfen, Gefahr zu erzeugen. Der 24-Jährige ist nach Magen-Darm-Problemen wieder ins Training eingestiegen. „Ich habe ein gutes Gefühl bei ihm“, sagte Matarazzo. Auch Außenverteidiger Pascal Stenzel, der zuletzt wegen einer Wadenverletzung fehlte, sei wieder eine Option für den Kader.

Mangala wohl nur auf der Bank

Definitiv im Aufgebot, aber wohl nicht in der ersten Elf, könnte sich derweil Orel Mangala wiederfinden. Bislang war der Belgier in der Mittelfeldzentrale auf der Achterposition gesetzt. Doch unlängst warf ihn erneut eine Verletzung (schwere Oberschenkelprellung samt Bluterguss) zurück. Nun droht ihm bis auf Weiteres der Verlust seines Stammplatzes, da sich der Stuttgarter Maschinenraum mit Atakan Karazor auf der Sechs sowie Wataru Endo und Chris Führich auf den Achterpositionen offenbar gefunden hat.

Zudem hat Trainer Matarazzo nach dem Erfolgserlebnis gegen Gladbach kaum einen Grund, seine siegreiche Startformation zu verändern.

Voraussichtliche Aufstellungen

  • VfB Stuttgart: Müller - Sosa, Ito, Anton, Mavropanos - Karazor - Endo, Führich - Tomas, Marmoush - Kalajdzic
  • Union Berlin: Rönnow - Baumgartl, Knoche, Heintz - Trimmel, Khedira, Gießelmann - Möhwald, Prömel - Becker, Awoniyi

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