VfB Stuttgart

Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison: Wer wird der neue VfB-Kapitän?

Atakan Karazor
Führte die Mannschaft gegen St. Gallen als Kapitän aufs Feld: Atakan Karazor. © Danny Galm

Nach dem Abgang von Gonzalo Castro braucht der VfB Stuttgart nicht nur einen neuen Stabilisator im zentralen Mittelfeld, sondern auch einen neuen Kapitän. Trainer Pellegrino Matarazzo hat in den bisherigen Testspielen vier Spielern die Binde anvertraut. Wer letztlich das Rennen machen wird, ist noch komplett offen.

Vier Halbzeiten, vier Kapitäne

Im Freundschaftsspiel gegen den Verbandsligisten FSV Hollenbach (10:1) trugen Abwehrchef Waldemar Anton (24) und Offensivspieler Philipp Förster (26) die Binde. Gegen den Schweizer Erstligisten FC St. Gallen (3:0) führte in Halbzeit eins der Allrounder Atakan Karazor (24) die Mannschaft als Kapitän auf den Platz, in Durchgang zwei übernahm Routinier Daniel Didavi (31). „Waldi und Philipp sehe ich als Energieträger in unserer Mannschaft“, sagt Trainer Matarazzo, „Ata und Dida sind Spieler, die Jungs aus unterschiedlichen Ecken zusammenführen können.“

„Wir brauchen unterschiedliche Führungstypen“

Was das Quartett eint: „Sie alle sind Spieler, die Verantwortung und Führung übernehmen sollen.“ Egal, ob mit Binde am Arm oder ohne. „Wir brauchen unterschiedliche Führungstypen in der Mannschaft.“ Den neuen Skipper wird der Coach wie schon im Vorjahr selbst bestimmen. Die Entscheidung wird im Trainingslager in Kitzbühel (17. bis 24. Juli) kommuniziert werden. Bis dahin will Matarazzo noch Eindrücke sammeln und ausprobieren: „Schon letztes Jahr habe ich in der Vorbereitung die Binde genutzt, um dem Spieler ein Zeichen zu senden.“

Orel Mangala fehlt mehrere Wochen

Auch Mittelfeldmotor Orel Mangala (23) gehört sicherlich zum Kandidatenkreis, muss aktuell allerdings aufgrund von Oberschenkelproblemen kürzer treten. Wie lange der Belgier ausfallen wird, ist noch unklar. Matarazzo sieht jedoch keinen Grund, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Zumindest noch nicht: „Orel wird nicht sechs Monate ausfallen, sondern mehrere Wochen. Aktuell werden wir nichts tun. Sollte er aber länger fehlen, müssen wir die Situation vielleicht nochmal neu bewerten.“