VfB Stuttgart

Was die jüngsten Corona-Fälle für den VfB bedeuten und wie die Impfquote in der Liga ist

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Symbolfoto. © Benjamin Büttner

Mit Fabian Bredlow, Waldemar Anton, Erik Thommy und Roberto Massimo wurden diese Woche gleich vier Profis des VfB Stuttgart positiv auf das Coronavirus getestet. Was das für den Klub bedeutet und wie hoch die Impfquote in der Bundesliga ist.

Die Folgen für den VfB Stuttgart

Zunächst einmal müssen sich die vier positiv getesteten Profis in eine 14-tägige häusliche Isolation begeben. Das hat zur Folge, dass Trainer Pellegrino Matarazzo im kommenden Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach (16.10.) auf das Quartett verzichten muss. Je nach Krankheits-Verlauf womöglich auch länger. Sportlich dürften dabei besonders der Ausfall von Abwehrchef Anton und Flügelflitzer Massimo ins Gewicht fallen. Beide waren in den bisherigen Saisonspielen Stammkräfte.

Darüber hinaus verschärft sich für die Stuttgarter das Hygiene-Konzept der Deutschen-Fußball-Liga (DFL). So darf es künftig keine Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen geben, es herrscht wieder eine Masken-Pflicht auf den Gängen und die Umkleidekabinen sollen nicht gemeinsam genutzt werden. Sprich: Duschen müssen die VfB-Profis wieder zu Hause. Zudem wird die Anzahl der Tests wieder erhöht.

Das Dilemma mit der Impfquote

Für genau diese Testungen müssen die ungeimpften Spieler von Hertha BSC Berlin künftig selbst bezahlen. „Bei einem Preis von rund 70 Euro pro Test kostet das die Impf-Verweigerer über 1600 Euro im Monat. Bis zuletzt hatte der Verein die Kosten übernommen“, rechnet die Bild-Zeitung vor.

Laut Hertha-Sportvorstand Fredi Bobic sind über 90 Prozent des Berliner Kaders geimpft. Dem Bild-Bericht zufolge liegt die Impfquote unter den Bundesliga-Profis bei rund 82 Prozent. Die im Trainerstab der Klubs soll demnach noch höher sein. Die Stuttgarter Zeitung schreibt derweil, dass knapp 90 Prozent der rund tausend Spieler der 36 Erst- und Zweitligisten mindestens einmal geimpft sind. Bisher ist lediglich vom FC Augsburg und dem 1. FC Köln bekannt, dass sie komplett durchgeimpft sind. In der 2. Bundesliga gilt das noch für Holstein Kiel und den Karlsruher SC.

Der VfB macht zum Impfstatus seiner Spieler keine Angaben. Da Torhüter Fabian Bredlow und Außenbahnspieler Roberto Massimo aber im Freundschaftsspiel gegen den FC Barcelona auf dem Platz standen, ist davon auszugehen, dass beide den doppelten Impfschutz haben. Als Vorsichtsmaßnahme hatten in dem Freundschaftsspiel Ende Juli nur vollständig geimpfte oder genesene Spieler zum Einsatz kommen dürfen. Zuvor waren Sasa Kalajdzic, Tanguy Coulibaly und Nikolas Nartey positiv getestet worden.

Infektion trotz Impfung

„Fakt ist: Wir sensibilisieren die Spieler, wie wichtig es sein kann, für den Verein, auch für die Mannschaft, sich impfen zu lassen“, hatte Pellegino Matarazzo damals gesagt, „aber am Ende ist es eine freie Entscheidung die jeder Spieler treffen darf.“

Unlängst hatte sich auch Gladbachs Abwehrspieler Matthias Ginter trotz Impfung infiziert. Der Impfschutz habe ihn jedoch vor einem noch heftigeren Verlauf geschützt. „Als ich die Diagnose bekommen habe, ist das schon sehr überraschend für mich gewesen. Ich bin doppelt geimpft und hatte mich schon in gewisser Weise sicherer gefühlt“, sagte Ginter. „Die Impfung dürfte eine längere Leidenszeit verhindert haben.“