Wie vor einem Jahr: VfB kassiert späten Nackenschlag und verliert beim HSV
Hamburg. Der VfB Stuttgart hat sein Auswärtsspiel beim Hamburger SV mit 0:1 (0:0) verloren. Nur drei Tage nach dem Sieg gegen Slovan Bratislava müssen die Schwaben eine bittere Pleite hinnehmen. Wie schon vor einem Jahr kassierte der VfB kurz vor Schluss das entscheidende Tor zur Niederlage (88.). Für die Stuttgarter ist es bereits die vierte Niederlage in dieser Saison.
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VfB Stuttgart gegen Hamburger SV: So lief das Bundesliga-Spiel
Der VfB Stuttgart reiste mit zwei Siegen und viel Selbstvertrauen im Gepäck nach Hamburg. Nach dem 2:0-Sieg in Paderborn folgte am Mittwochabend ein souveräner 3:0-Erfolg in Bratislava. Grund genug, um optimistisch in das Duell mit dem HSV zu gehen. Allerdings: An das letzte Auswärtsspiel in Hamburg haben die Schwaben aber nicht die besten Erinnerungen. Nach einem missglückten Freistoß tief in der Nachspielzeit kassierte der VfB in der letzten Sekunde per Konter das 1:2.
Doch auch unabhängig vom Ergebnis des letzten Aufeinandertreffens ging der VfB als Favorit in die Partie im Volksparkstadion. Dem HSV brach mit Remberg und Lokonga das gesamte Mittelfeldzentrum weg, der lange verletzt fehlende Miro Muheim musste auf der für ihn ungewohnten Sechserposition agieren. Zum Vergleich: Auf dieser Position hat Sebastian Hoeneß die Qual der Wahl. Gegen den HSV rückte Atakan Karazor zurück in die Startelf, Grische Prömel musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Auch Chris Führich und Dzenan Pejcinovic bekamen eine Pause.
VfB startet stark, lässt aber ebenso stark nach
Entsprechend der Favoritenrolle startete der VfB sehr dominant in die Partie. In den ersten 20 Minuten hatten die Gäste fast 90 Prozent Ballbesitz und gaben klar den Ton an. Die Dominanz machte sich auch in Torchancen bemerkbar: Deniz Undav und Ermedin Demirovic hatten jeweils eine aussichtsreiche Chance, per Kopf die Stuttgarter Führung zu erzielen.
In der Folge kam der HSV aber immer besser ins Spiel. Die VfB-Profis um Angelo Stiller leisteten sich immer wieder Fehler im Spielaufbau, die Hamburger wurden griffiger und kamen ebenfalls zu guten Abschlussmöglichkeiten. Trotzdem hatte der VfB in der 38. Minute die bis dato größte Chance der Partie: Ein Abschluss von Deniz Undav klatschte an den linken Pfosten, HSV-Keeper Heuer Fernandez wäre machtlos gewesen.
Demirovic vergibt Riesenchance, HSV schlägt spät zu
Zu Beginn der zweiten 45 Minuten nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Sowohl der VfB Stuttgart als auch der Hamburger SV hatten jeweils große Möglichkeiten auf die Führung. Nach einer punktgenauen Hendriks-Flanke kam Ermedin Demirov aus rund sieben Metern völlig frei zum Kopfball, der Angreifer vergab aber kläglich (53.). Fast direkt im Gegenzug hämmerte Yussuf Poulsen den Ball nach einem HSV-Konter an die Latte.
Doch danach war auf einmal Schluss mit weiteren Offensivaktionen. Der HSV zog sich tief in die eigene Hälfte zurück, der VfB Stuttgart hatte nun wieder deutlich mehr Ballbesitz. Nur münzten die Gäste ihre Spielanteile nicht in Torchancen um. In der 88. Minute dann der Nackenschlag: Miro Muheim schweißte den Ball unhaltbar zum umjubelten Siegtreffer in die Stuttgarter Maschen. Wie schon im vergangenen Jahr, als den Stuttgartern ein eigener Freistoß in der Nachspielzeit um die Ohren flog, muss der VfB eine völlig unnötige Niederlage in Hamburg hinnehmen.


