Winterbach Eilantrag gegen Windpark am Goldboden abgelehnt

Symbolbild. Foto: Zürn, Büttner; Montage: Büttner / ZVW

Winterbach.
Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat den Eilantrag eines Bürgers gegen die Errichtung von drei Windkraftanlagen auf Grundstücken im Schurwald oberhalb von Winterbach abgelehnt. Das gab das Verwaltungsgericht am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt.

Die 11. Kammer des Verwaltungsgerichts hat den Antrag mangels Antragsbefugnis als unzulässig abgelehnt und hierzu ausgeführt: "Das Grundstück des Antragstellers liege ca. 1.200 m in nördlicher Richtung von der nächstgelegenen der drei geplanten Windenergieanlagen und damit so weit entfernt, dass eine Verletzung materieller Rechte des Antragstellers auszuschließen sei", so Ulrike Zeitler, die Vorsitzende Richterin am Verwaltungsgericht.

Insbesondere könne ausgeschlossen werden, dass der Antragsteller durch den Betrieb der Anlagen schädlichen oder sonst unzumutbaren Schallimmissionen, vor allem in der Nachtzeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens, ausgesetzt werde.

Es sei auch offensichtlich, dass die zusätzlichen Lärmquellen für sein Grundstück bzw. für die Nachtzeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens keine Rolle spielen könnten. Dabei komme es auch darauf an, dass die Windräder im Sommerhalbjahr wegen artenschutzrechtlichen Auflagen sowieso ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang abgeschaltet werden müssten.

Außerdem könne er wegen der Randlage seines Grundstück direkt am Übergang zum landwirtschaftlich genutzten Außenbereich auch nicht denselben Schutzanspruch genießen wie mitten in einem ringsum bebauten allgemeinen Wohngebiet. 

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