Waiblingen

Autonomer Elektro-Bus in Waiblingen: Land übergibt Förderbescheid von 1,7 Millionen Euro

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Bus des Herstellers e.GO MOOVE. © e.GO MOOVE GmbH

Mit dem Projekt „Ameise“ erprobt Waiblingen im Ameisenbühl den Einsatz eines fahrerlosen Elektro-Busses. In einer Online-Veranstaltung hat Verkehrsminister Winfried Hermann nun den Förderbescheid für Phase eins an den Projektverbundführer Professor Ralf Wörner von der Hochschule Esslingen überreicht. Das Land stellt dafür rund 1,7 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt kostet das Projekt rund 2,7 Mio. Euro, wie das Verkehrsministerium auf Anfrage mitteilte.

Bei dem Forschungsprojekt geht es laut einer Mitteilung des Verkehrsministeriums des Landes unter anderem um die Datenkommunikation mit straßenseitiger Infrastruktur, die Kostenermittlung, etwa für einen gefahrenen Kilometer, und die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Auch die Akzeptanz im Schülerverkehr, bei mobilitätseingeschränkten Personen und bei Busfahrern werde untersucht.

„Wir versprechen uns mit den (teil-) automatisierten Kleinbussen ein passgenaues Angebot für die Fahrgäste zu entwickeln, ohne die Umwelt mit Lärm und Abgasen zu belasten“, so Minister Hermann. „Ich freue mich, dass auch der Raum Waiblingen zu den innovativen Wegbereitern des autonomen Busverkehrs gehört.“

„Waiblingen hat in den zurückliegenden Jahren große Anstrengungen unternommen, um Mobilität nachhaltig zu gestalten und den ÖPNV noch weiter zu verbessern und umweltfreundlich zu gestalten“, so Oberbürgermeister Andreas Hesky in der Pressemitteilung des Ministeriums. Es komme oft „auf die letzte Meile“ an, die mit konventionellem Busverkehr nicht erreicht werden könne.

Laut Stadtverwaltung appellierte der OB auch an die Politik in Bund und Land. Der umfassende Einsatz der autonomen Busse sei rechtlich noch nicht ausreichend abgesichert.

Hesky verwies demnach auch auf die Nutzerakzeptanz: „Denn was würde der beste, technisch perfekte autonome Bus nutzen, wenn die Menschen nicht mit ihm fahren wollen?“