Rems-Murr-Kreis

Polizeibilanz des Unwetters: Hunderte Notrufe, Backnanger von Wassermassen eingeschlossen

Unwetterfolgen Leutenbach, Winnenden, 28.06.2021.
Zahlreiche Notrufe gingen am Montag (28.6.) bei der Polizei ein. © Benjamin Beytekin

Die Polizei zieht eine erste Bilanz des Unwetters am gestrigen Montagabend (28.6.). Die Front zog mit massivem Starkregen ab 20 Uhr über den Rems-Murr-Kreis hinweg. Beim Führungs- und Lagezentrum gingen Polizeiangaben zufolge bis 22.30 Uhr rund 125 Notrufe ein. Danach flachten die Meldungen stark ab. Bei der Rettungsleitstelle des Rems-Murr-Kreises gingen etwa 250 Notrufe ein. Betroffen waren hauptsächlich die Bereiche Fellbach, Waiblingen, Backnang, Winnenden und Murrhardt. Bereits nach kürzester Zeit wurden zahlreiche vollgelaufene Keller, Unterführungen und umgestürzte Bäume gemeldet. Durch umherfliegende Gegenstände wurden Fahrzeuge beschädigt.

In Backnang wurde ein Mann in einer Kellerwohnung durch die Wassermassen eingeschlossen. Die Feuerwehr konnte ihn unversehrt retten. In Backnang löste die Alarmanlage an einem Baukran in der Stadtmitte aus und beschallte die Gegend mit einem schrillen Alarmton über mehrere Stunden, bis ein Verantwortlicher erreicht werden konnte und den Alarm abstellte. Eine Radfahrerin wurde in der Etzwiesenstraße in Backnang von einem herabfallenden Ast getroffen und leicht verletzt. Einige Bundes- und Landstraßen wurden durch umgefallene Bäume blockiert. Die Einsatzschwerpunkte lagen auch hier in Fellbach, Waiblingen und Backnang.

Schorndorf hingegen kam glimpflich davon.  Auch die Landkreise Ostalbkreis sowie Schwäbisch Hall waren kaum betroffen. Dort betreffend gingen nur vereinzelt Mitteilungen über umgestürzte Bäume und beschädigte Fahrzeuge ein.