Rems-Murr-Kreis

Rems-Murr-Klinik Winnenden: Nein, es gibt keine "Geheimstation für Impfgeschädigte" – ein Faktencheck

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Das Rems-Murr-Klinikum in Winnenden. © ZVW/Gabriel Habermann

In den Sozialen Medien werden aktuell wieder Falschinformationen zu den Rems-Murr-Kliniken verbreitet. Der Auslöser: Ein Beitrag samt Sprachnachricht beim Messenger-Dienst Telegram, dessen Inhalt  mittlerweile auch über Facebook und andere Kanäle geteilt wird.

 „Im Krankenhaus Winnenden gibt es ein ganzes Stockwerk für Menschen mit Impfschäden“, heißt es darin. Die Station sei angeblich voll, es herrsche „strenge Geheimhaltung“ die Medien würden nicht berichten. Explizit wird dabei unser Zeitungsverlag genannt.

Daran stimmt nichts: Das Gerücht hatten wir bereits Mitte Juli widerlegt. „Nein, wir haben keine Geheimstationen für Patienten mit Impfreaktionen“, hatte damals Christoph Schmale, Pressesprecher der Rems-Murr-Kliniken auf Nachfrage mitgeteilt. Weiter hatte er die Falschbehauptung nicht kommentieren wollen.

Wie sich die Verschwörungserzählung verbreitet

Der Beitrag mit der Sprachnachricht verbreitete sich am Dienstag (17.08.) in lokalen und überregionalen Telegram-Gruppen. Unter anderem in den Kanälen des Szene-Netzwerkers Heiko M. und „Querdenken 718 Schorndorf“. Weiterhin wurden Facebook-Beiträge unserer Redaktion mit der Falschbehauptung kommentiert, auch per Mail haben sich Menschen an uns gewandt.

Dass die Verschwörungserzählung von der angeblichen Geheimstation nun wieder im Rems-Murr-Kreis die Runde macht, liegt am reichweitenstarken Urheber des Beitrags: Stephan Bergmann, ehemaliger Pressesprecher von „Querdenken 711“ und Mitgründer des rechtsextremen Reichsbürger-Vereins „Primus Inter Pares“ aus Schorndorf.