VfB Stuttgart

Brisantes Mislintat-Interview: Das sagt Matarazzo - und so könnte es weiter gehen

Pellegrino Matarazzo
Hat der VfB Stuttgart bald einen neuen Sportvorstand? Trainer Pellegrino Matarazzo äußert sich zur Suche und zu dem brisanten Interview seines Sportdirektors Sven Mislintat. © ZVW/Danny Galm

Am vergangenen Sonntag (28.11.) sorgte Sven Mislintat mit einem brisanten Interview für Aufsehen. Der Sportdirektor hatte die Vereinsführung mit Blick auf die Suche nach einem neuen Sportvorstand und einem zweiten Investor öffentlich unter Druck gesetzt. Nun hat sich auch Trainer Pellegrino Matarazzo zu Wort gemeldet.

Was war passiert?

In einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung äußerte sich Sven Mislintat öffentlich zu der Suche nach einem neuen Sportvorstand. Nach dem angekündigten Abschied von AG-Boss Thomas Hitzlsperger, der aktuell Vorstandsvorsitzender und Vorstand Sport in Personalunion ist, wird dieser Posten spätestens im Oktober 2022 frei. Der Sportdirektor plädiert für eine interne Lösung - andernfalls sehe er sein Projekt "Junge Wilde 2.0" beim VfB Stuttgart als gefährdet.

Der Aufsichtsrat rund um Präsident Claus Vogt gerät damit gehörig unter Druck, da Sven Mislintat seinen Standpunkt unmissverständlich klar gemacht hat. Bekommt der Kader-Planer eine externe Lösung vorgesetzt, mit der er nicht einverstanden ist, droht dem VfB der Abgang seines Kaderplaners. Mittlerweile teilte Aufsichtsrat-Boss Claus Vogt mit, dass man sich mit dem 49-Jährigen wieder in "guten Gesprächen" befinde.

So äußert sich Trainer Pellegrino Matarazzo

Er befinde sich im ständigen Austausch mit Sven Mislintat, sei selbst in den Prozess aber nicht eingebunden, ließ der VfB-Coach auf der Pressekonferenz vor dem Berlin-Spiel verlauten. "Ich sage ihm immer wieder meine Meinung zu dem Thema und wir reflektieren immer wieder bestimmte Situationen", so Matarazzo. Er können zudem nachvollziehen, warum Mislintat den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt hat: "Ich verstehe seine Motive und seine Gedanken."

Die Neu-Besetzung des Sportvorstands betreffe natürlich auch ihn als Trainer. Ihm sei aber nicht wichtig, "wer den Posten besetzt - sondern wie er besetzt wird", so Matarazzo. Ihm sei wichtig, dass der eingeschlagene Weg fortgesetzt wird und er dabei die Unterstützung spüre, die er dafür benötigt.

Kommt doch eine interne Lösung? So geht es weiter

Inzwischen erscheint es immer unwahrscheinlicher, dass sich der Aufsichtsrat bei der Suche nach einem neuen Sportvorstand für eine externe Lösung wie Joti Chatzialexiou vom DFB entschiedet. Vielmehr rückt Markus Rüdt (aktuell Direktor Sportorganisation) in den Fokus. Laut der Stuttgarter Zeitung soll der enge Vertraute von Sven Mislintat dem Gremium in der kommenden Woche seine Ideen vorstellen dürfen. Auch eine Beförderung von Mislintat auf den Vorstandsposten ist offenbar nicht ausgeschlossen.

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