VfB Stuttgart

Castro, Mavropanos, Didavi und Co.: Wie geht es mit den Verträgen der VfB-Spieler weiter?

Fußball VfB Stuttgart vs. SV Werder Bremen
Schafft es der VfB Stuttgart, seinen Innenverteidiger Dinos Mavropanos erneut für ein Jahr auszuleihen? Sein Verein FC Arsenal hat da allerdings ein Wort mitzureden. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart kann einen Haken an sein Saison-Ziel machen: Der Nicht-Abstieg ist perfekt. Die Schwaben haben sieben Spieltage vor Schluss 39 Punkte auf dem Konto und stehen auf dem achten Tabellenplatz. Das bedeutet: Der VfB rückt auf vier Punkte an Tabellenplatz fünf und Borussia Dortmund heran. Die Schwaben können dem Bundesliga-Endspurt also entspannt entgegenblicken und gleichzeitig in die Kaderplanung für die kommende Saison einsteigen. Welche Spielerverträge laufen beim VfB aus? Welcher Spieler könnte gehen, welcher bleiben? Wir haben den Überblick.

Gonzalo Castro

Der Vertrag des Kapitäns läuft am 31. Juni 2021 aus. Alle Anzeichen stehen aber auf eine Vertragsverlängerung. Trainer Pellegrino Matarazoo sagte nach dem Bremen-Spiel: "Man sieht seine Wichtigkeit für die Mannschaft. Klar kann ich mir vorstellen, dass Gonzo noch ein Jahr bei uns bleibt." Mit über 400 Bundesliga-Spielen ist der Routinier der perfekte Führungsspieler für die junge VfB-Truppe. Schwer vorstellbar, dass die Schwaben mit dem 33-Jährigen nicht wenigstens um ein weiteres Jahr verlängern.

Dinos Mavropanos

Der junge Grieche ist vom FC Arsenal London nur ausgeliehen, das Leihgeschäft endet in diesem Sommer. Durch zuletzt starke Leistungen spielte sich der 23-Jährige in der Dreier-Kette neben Waldemar Anton fest und ist aktuell nicht mehr wegzudenken. Sven Mislintat sagte kürzlich in einem Interview mit dem englischen Sportmedium The Athletic: "Wir würden ihn gerne noch eine weitere Saison ausleihen, wenn das möglich ist. Aber da wird es auf Arsenal ankommen." Die Verbindungen des Sportdirektors nach England könnten dem VfB dabei helfen, den Griechen für ein weiteres Jahr am Neckar zu behalten.

Daniel Didavi

Der 31-Jährige ist der letzte VfB-Profi aus den eigenen Reihen, der regelmäßig Einsatzzeiten im Trikot mit dem roten Brustring bekommt. Auch sein Vertrag läuft Ende Juni aus. Sein Vertrag verlängert sich automatisch, wenn er eine gewisse Anzahl an Spielen absolviert - die Zahl liegt wohl bei 25. Bei aktuell 17 absolvierten Bundesliga-Partien wird diese Regelung am Ende wohl nicht greifen. Verein und Spieler werden sich also an einen Tisch setzen müssen und über die gemeinsame Zukunft sprechen.

Naouirou Ahamada

Der 19-Jährige gilt als eines der größten Nachwuchstalente im französischen Fußball - daher lieh ihn Sportdirektor Sven Mislintat im vergangenen Sommer für ein Jahr aus. Da die Schwaben eine Kaufoption über geschätzte 1,5 Millionen Euro besitzen, erscheint es wahrscheinlich, dass Ahamada auch in der kommenden Saison für den VfB aufläuft. Seine Qualitäten hat er bei seinen wenigen Einsatzzeiten bereits unter Beweis stellen können.

Marcin Kaminski

Der Pole kam nach dem Abstieg im Sommer 2019 zurück zum VfB. Seitdem spielt der 29-Jährige aber keine Rolle im Team von Pellegrino Matarazzo, er kam in der laufenden Saison auf nur drei Einsätze. Sein Abgang wurde schon im Winter spekuliert, nun läuft sein Vertrag aus. Kaminski wird sein Glück sehr wahrscheinlich bei einem anderen Bundesliga-Club suchen, die Trennung hilft beiden Seiten.

Hamadi Al Ghaddioui

Der Stürmer kam in dieser Bundesliga-Saison bisher erst auf vier Kurzeinsätze, meist warfen ihn Verletzungen zurück. Dass er einen Wert für die Schwaben hat, zeigte er durch viele Joker-Tore in der Zweitliga-Saison. Fraglich ist, ob die Schwaben mit dem Deutsch-Marokkaner verlängern.

Holger Badstuber

Der Vertrag des ehemaligen Nationalspielers läuft ebenfalls im Sommer aus. Da Badstuber aber bereits in die zweite Mannschaft degradiert wurde, besitzt der 32-Jährige offensichtlich keine Zukunft beim VfB.

Was ist mit Kempf, Mangala, Kalajdzic und Co.?

Die restlichen VfB-Profis haben allesamt noch eine Laufzeit über den Sommer hinaus. Als nächstes läuft der Vertrag des Führungsspielers Marc Oliver Kempf im Juni 2022 aus. Bei Spielern in seinem Alter ist es üblich, dass sie ein Jahr vor Vertragsende verlängern - oder für eine Ablösesumme gehen. Für Kempf wird es also ebenfalls ein spannender Sommer.

Orel Mangala und Sasa Kalajdzic besitzen Verträge bis 2023, der VfB plant aber bereits, die beiden Stammspieler längerfristig an sich zu binden. Dasselbe gilt für die Offensivspieler Silas Wamangituka und Nicolas Gonzalez. Bei dem jungen Kongolesen sind die Vertragsgespräche nach seinem Kreuzbandriss bereits am Laufen, der Argentinier wird immer wieder mit Wechselgerüchten in Verbindung gebracht.