Chris Führich auf der Überholspur: Wird der VfB-Angreifer zum Schlüsselspieler?
Der VfB Stuttgart hat das Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Bochum mit 2:0 gewonnen. Nach einer schwachen ersten Hälfte drehte in den zweiten 45 Minuten vor allem ein Mann auf: Chris Führich. Der Angreifer erzielte per Traumtor das 1:0 und war an fast allen gefährlichen Aktionen beteiligt. Die Formkurve des 26-Jährigen zeigt steil nach oben - wird Chris Führich beim VfB Stuttgart jetzt zum Schlüsselspieler der nächsten Wochen?
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Schwieriger Saisonstart beim VfB Stuttgart: Chris Führich verliert Stammplatz
Es läuft die 53. Minute, als Leonidas Stergiou bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz seit dem 10. Mai einen schönen Diagonalball auf die linke Außenbahn schlägt. Dort erreicht der Ball Chris Führich. Der Angreifer nimmt den Ball zunächst unsauber an, zieht dann aber mit viel Tempo ins Zentrum und schlenzt den Ball "in seiner unnachahmlichen Art" (O-Ton Hoeneß) aus rund 23 Metern ins lange Eck - Kategorie Traumtor. Mit dem 1:0 bringt der 26-Jährige sich und seine Teamkollegen auf die Siegerstraße, denn: In der ersten Hälfte lief bei den Schwaben nicht viel zusammen.
Dass es ausgerechnet Chris Führich ist, der sein Team mit einer starken Einzelleistung in einem bis dato müden Kick in Führung bringt, hätten vor ein paar Wochen nur die größten Optimisten vorhergesagt. Nach einer starken letzten Saison und einer kurzen Vorbereitung durch die EM schaffte es der flinke Außenbahnspieler nicht, seine gestiegenen Erwartungen zu erfüllen. Der Rechtsfuß verlor seinen Stammplatz folglich an Jamie Leweling, auch Enzo Millot und Fabian Rieder hatten auf dem Flügel zunächst die Nase vorn.
Chris Führich wird immer besser: Was den VfB-Angreifer so stark macht
Doch nun scheint sich das Blatt für Chris Führich zu wenden: Der Angreifer kommt immer besser in Form. Erst erzielte der Nationalspieler beim 2:1-Sieg im Pokal gegen Kaiserslautern den Siegtreffer, dann verwehrte der VAR Führich das umjubelte 3:3 gegen Frankfurt. Dazu kommt, dass sowohl Jamie Leweling als auch Deniz Undav (beide Muskelfaserriss) die nächsten Wochen ausfallen. El Bilal Touré wird mit einem Mittelfußbruch sogar mehrere Monate pausieren müssen.
Nun liegt es an Chris Führich, die Lücken in der Offensive zu füllen. Und in dem Moment, in dem der VfB den 26-Jährigen in dieser Saison bislang am meisten braucht, liefert Chris Führich (wieder) ab. "Chris gehört zu unseren Spielern, die Spiele entscheiden können", sagte Sebastian Hoeneß nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. Der Trainer schob gleich den Grund dafür hinterher: "Weil er individuelle Qualitäten hat und im Eins gegen Eins Tore erzielen kann."
Verletzungspech in der VfB-Offensive: Wird Führich zum Mann der Stunde?
Es sei richtig, dass der Angreifer nicht so gut in die Saison kam. Aber: Auch für Hoeneß zeigt die Formkurve seine Spielers nach oben, es gehe "in die richtige Richtung". Der Spieler selbst deutete in der Mixed-Zone nach dem Spiel an, wie wichtig der Treffer zum 1:0 für ihn selbst war: "Ich freue mich heute sehr über das Tor, ich habe lange darauf warten müssen." Immerhin war es das erste Tor für den Angreifer in dieser Bundesliga-Saison.
Es scheint also, als komme Chris Führich zum richtigen Zeitpunkt in Bestform. In den nun verbleibenden sieben Spielen des Jahres 2024 könnte der 26-Jährige zu einem Schlüsselspieler werden. "Wir brauchen jeden Spieler, der Torgefahr ausstrahlt. Das wussten wir vor der Saison", erklärte Trainer Hoeneß. Und nach dem Verletzungspech in der Stuttgarter Offensive könnte Führich der Mann der Stunde sein. Der Angreifer selbst meint jedenfalls mit einem Schmunzeln: "Ich hoffe, dass da jetzt noch ein paar mehr Tore kommen."



