VfB Stuttgart

Das neue VfB-Saisonziel: Best of Baden-Württemberg!

Fußball Bundesliga Union Berlin vs. VfB Stuttgart
Bei der 1:2-Niederlage bei Union Berlin gibt Trainer Pellegrino Matarazzo einigen Spielern eine Chance, die zuletzt kaum noch berücksichtigt wurden. © Pressefoto Baumann

Fünf Spiele stehen für den VfB Stuttgart in dieser Saison noch auf dem Programm. Nach der Niederlage bei Union Berlin (1:2) und den Ergebnissen auf den anderen Plätzen dürfte das internationale Geschäft für den Aufsteiger dabei nur noch schwer zu realisieren sein. Für viele VfB-Fans ist das allerdings kein Grund zum Trübsal blasen. Manch einer wird vielleicht sogar erleichtert sein, sollten der jungen Mannschaft beschwerliche (und sportlich wie finanziell wenig attraktive) Reisen ins nordmazedonische Tiefland erspart bleiben. Da die Schwaben auch mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben werden, stellt sich die berechtigte Frage nach einem neuen Ziel für den Ligaendspurt (siehe Infobox). Entspannt die Spielzeit ausklingen lassen? Nicht mit Trainer Pellegrino Matarazzo und Sportdirektor Sven Mislintat.

Youngsters können sich für die neue Saison in Position bringen

Mit Blick auf die Tabelle ergibt sich ein fast schon logisches neues Saisonziel: Best of Baden-Württemberg! Nach 29 Spieltagen rangiert der VfB mit 39 Punkten auf Tabellenplatz zehn, entspannte sieben Punkte vor der TSG Hoffenheim auf Rang zwölf und nur einen Zähler hinter dem SC Freiburg auf Position neun. Im Ländle-internen Wettstreit ist für die Stuttgarter also noch alles möglich. Zudem sollte sich die Aussicht, als Liganeuling auf einem einstelligen Tabellenplatz zu landen und dadurch auch im Ranking um die Verteilung der TV-Gelder einen kleinen Sprung zu machen, als zusätzlich motivierend auswirken.

Parallel kann/muss Coach Matarazzo einigen zuletzt nur selten berücksichtigten Spielern (Stenzel, Karazor, Thommy) eine Chance geben. Mit Blick auf das neue Jahr können sich einige Youngsters (Massimo, Churlinov, Klimowicz) durch gute Auftritte jetzt schon in Position bringen. Profis wie Marcin Kaminski, der den Verein im Sommer verlassen wird, sollten ihre Chancen nutzen, um Eigenwerbung zu betreiben. Oder sich wie im Fall von Mittelfeldspieler Daniel Didavi für eine Weiterbeschäftigung in Stuttgart empfehlen. Während Kaminski die Gelegenheit in der Anfangsformation durchaus sinnvoll zu nutzen wusste, wurde Didavi nach einem schwachen Auftritt in den ersten 45 Minuten zur Pause ausgewechselt.

Ohne Mavropanos gegen Wolfsburg

Andererseits wird Matarazzo aufgrund zahlreicher Ausfälle durch Sperren und Verletzungen auch immer wieder zu einem munteren Wechselspielchen gezwungen werden. So standen dem Stuttgarter Trainer im Stadion an der Alten Försterei gleich sechs Stammspieler (Kempf, Castro, Sosa, Wamangituka, Gonzalez, Mangala) nicht zur Verfügung. Ein personeller Aderlass, den der VfB im Duell mit einem gut organisierten und effizienten Gegner letztlich nicht kompensieren konnte.

Im kommenden Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Mittwoch (ab 20.30 Uhr im ZVW-Liveticker) werden Borna Sosa nach leichten Knieproblemen und Marc Oliver Kempf nach einer Gelbsperre zwar wieder zur Verfügung stehen, dafür sah Abwehrspieler Konstantinos Mavropanos in der Hauptstadt seine fünfte Gelbe Karte und fehlt somit gesperrt für das Duell mit den „Wölfen“. Dann will der VfB nach zuletzt zwei Pleiten in Folge wieder zurück in die Erfolgsspur, um die fußballerische Hoheheit im Südwesten wieder zurückzuerlangen. 

Das Restprogramm für den VfB

  • 30. Spieltag: VfB - Wolfsburg (21.04./20.30 Uhr)
  • 31. Spieltag: Leipzig - VfB (25.04./15.30 Uhr)
  • 32. Spieltag: VfB - Augsburg (09.05./18 Uhr)
  • 33. Spieltag: Gladbach - VfB (15.05./15.30 Uhr)
  • 34. Spieltag: VfB - Bielefeld (22.05./15.30 Uhr)