VfB Stuttgart

DFB-Pokal: Dieses „Riesenpfund“ von Hansa Rostock kann dem VfB gefährlich werden

Sebastian Hoeneß und sein Trainerteam stehen in Rostock vor einer schweren Aufgabe.
Sebastian Hoeneß und sein Trainerteam stehen in Rostock vor einer schweren Aufgabe. © Sofiia Shahaievska

Stuttgart. Der VfB Stuttgart startet am Freitagabend (21.08.) in die neue Saison. Im DFB-Pokal wartet in der 1. Runde mit Hansa Rostock eine schwere Aufgabe (20.45 Uhr/ZDF). Gegen den starken Drittligisten sind die Schwaben zwar der klare Favorit, müssen sich aber auf einen harten Abend einstellen. Denn: Das Ostseestadion wird sich zu einem regelrechten Tollhaus entwickeln – mit Fans, die ihre Mannschaft frenetisch nach vorne peitschen werden. Genau davor warnt VfB-Trainer Sebastian Hoeneß.

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VfB Stuttgart: Kein „Schönheitspreis“ in der 1. Pokalrunde

Der VfB Stuttgart ist starke Gegner in der 1. Runde des DFB-Pokals gewohnt. Vor zwei Jahren waren die Schwaben bei Preußen Münster zu Gast, die Hoeneß-Elf ließ gegen den Zweitligisten beim 5:0-Sieg aber nichts anbrennen. Im vergangenen Jahr wären die Stuttgarter als Titelverteidiger in Braunschweig fast aus dem Pokal geflogen, Keeper Alexander Nübel aber rettete seine Teamkollegen im Elfmeterschießen vor dem Aus. Und in diesem Jahr? Da wartet mit Hansa Rostock eine nicht weniger schwere Aufgabe.

Der Drittligist ist mit einem Sieg (3:2 bei der TSG Hoffenheim II) und einem Unentschieden (3:3 gegen Waldhof Mannheim) in die neue Saison gestartet. Hansa Rostock gilt in diesem Jahr als Favorit im Aufstiegsrennen, das weiß auch Sebastian Hoeneß: „Für mich ist Hansa ein klarer Aufstiegskandidat und eine Mannschaft, die sehr homogen Fußball spielt. Ich sehe eine Idee in allen Phasen, sie haben einen spielerischen Ansatz.“ Rostocks Trainer Daniel Brinkmann hat einen starken Kader beisammen, zu dem übrigens auch der Ex-VfB-Jugendspieler Leon Dajaku zählt.

Trainer Hoeneß fordert: VfB-Profis müssen „ans Limit“ gehen

„Ich schätze sie stark ein, sie werden in der 3. Liga am Ende oben dabei sein, wenn nicht sogar direkt hochgehen“, sagte der VfB-Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Daher müssen die VfB-Profis die Rostocker Gegenspieler „zu einhundert Prozent ernstnehmen“ und „ans Limit“ gehen, so Hoeneß. „Die Unterschiede zwischen erster und dritter Liga sind nicht mehr so groß. Aber wenn du klar in der Birne bist, dann wirst du in der Lage sein, die Unterschiede herauszuarbeiten.“

Für den VfB Stuttgart wird es in Rostock darum gehen, die eigenen Stärken auf den Platz zu bringen. In der Vorbereitung haben die Schwaben diese vor allem in der Offensive immer wieder gezeigt: „Ich war generell zufrieden mit der Vorbereitung, wir hatten eine gute Energie“, so Hoeneß. „Wir haben uns in den Testspielen viele Chancen herausgespielt, aber zu wenig Tore gemacht.“ Effizienz sei daher ein Thema, auf das die Stuttgarter in Rostock besonders achten wollen.

Ostseestadion als Faktor? Hansa-Fans hoffen auf magischen Abend

Das Hauptaugenmerk des VfB wird aber auf der Heimkulisse des Gegners liegen: dem Ostseestadion. Kein Team der abgelaufenen Drittligasaison hatte einen höheren Zuschauerschnitt bei Heimspielen als Hansa Rostock (24.988). „Die Zuschauer werden ihre Mannschaft immer wieder nach vorne peitschen. Sie haben mit den Fans zu Hause ein Riesenpfund“, sagte Hoeneß anerkennend. „Aber wir wissen, was auf uns zukommen wird. Wie immer gilt in der 1. Runde: Es geht nicht um einen Schönheitspreis. Das Wichtigste ist, eine Runde weiterzukommen.“

Der VfB Stuttgart fliege daher mit dem klaren Ziel nach Rostock, um das Spiel zu gewinnen. Nicht mit an die Ostsee fliegen wird Jamie Leweling: Der Angreifer befindet sich zwar im Teamtraining, ein Einsatz im DFB-Pokal kommt aber zu früh. Fraglich ist ebenfalls Abwehrspieler Ramon Hendriks (muskuläre Reaktion im Training). Im Angriff jedenfalls hat Sebastian Hoeneß die Qual der Wahl: Neuzugang Dzenan Pejcinovic steht ebenso bereit wie Deniz Undav, Ermedin Demirovic und Tiago Tomas.

So könnte der VfB Stuttgart gegen Hansa Rostock spielen:

Bredlow – Mittelstädt, Chabot, Jeltsch, Nartey – Stiller, Prömel – Führich, Tomas, Demirovic, Bouanani

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