VfB Stuttgart

Interne Risse nach der Daten-Affäre: Rainer Mutschler verlässt den VfB Stuttgart endgültig

Fußball außerordentliche Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart 1893 e.V.
Verlässt den VfB Stuttgart endgültig: Ex-Präsidiumsmitglied Rainer Mutschler. © Pressefoto Baumann

Ex-Präsidiumsmitglied Rainer Mutschler und der VfB Stuttgart haben sich auf ein Ende der Zusammenarbeit geeinigt. Das berichtet der Kicker am Dienstag (27.04.). Der 61-Jähriger hatte bereits im Februar sein Amt als Mitglied im Präsidium des VfB e.V. niedergelegt, war aber weiter als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums angestellt.

Mit Rainer Mutschler geht nun der letzte führende VfB-Mitarbeiter von Bord, dessen Name mit der Daten-Affäre und den Querelen rund um die Ausgliederung 2017 beim schwäbischen Traditionsverein in Verbindung gebracht wird. Mutschler war als Projektleiter maßgeblich an der Ausgliederung 2017 beteiligt.

Nach Informationen des Kickers beruht sein Abschied nicht auf arbeitsrechtlichen Konsequenzen, ihm konnte offenbar kein Fehlverhalten rund um das Guerilla-Marketing der Ausgliederung 2017 nachgewiesen werden. Grund für die Beendung der Zusammenarbeit seien wohl die Risse im Innenleben des Klubs, die rund um die Ermittlungen und Querelen im Zusammenhang mit der Daten-Affäre offensichtlich wurden. Außerdem ist das Verhältnis zwischen dem 61-Jährigen und dem VfB-Präsidenten Claus Vogt mehr als nur zerrüttet. Mutschler hatte gemeinsam mit seinem Präsidiumskollegen Bernd Gaiser gegen den Willen des Präsidenten die Verlegung der Mitgliederversammlung durchgedrückt und zudem die zeitnahe Veröffentlichung des Esecon-Berichts zur Daten-Affäre blockiert.