VfB Stuttgart

Jakov Medic zum VfB: Geht Transfer-Poker mit St. Pauli in die nächste Runde?

Sven Mislintat
Schnappt sich VfB-Sportdirektor Sven Mislintat doch noch Jakov Medic von St. Pauli? © Danny Galm

Wechselt Jakov Medic doch noch zum VfB Stuttgart? Seit Wochen ist es ruhig geworden um den großgewachsenen Innenverteidiger von St. Pauli. Die Schwaben wollen den 23-Jährigen gerne verpflichten, doch der Hamburger Zweitligist blockte bislang ab. Nun könnte neue Bewegung in den Transfer-Poker um Jakov Medic kommen.

Kalajdzic-Deal bringt frisches Geld: Kommt Jakov Medic noch zum VfB?

Bereits im Mai hatte Sportdirektor Sven Mislintat ein Angebot für den Kroaten abgegeben. Zwei Millionen Euro schwer soll die Offerte gewesen sein. Zu wenig für Pauli-Sportchef Andreas Bornemann, der fünf Millionen Euro forderte. Diese Summe war für den VfB zum damaligen Zeitpunkt aber wirtschaftlich nicht vorstellbar. Auch Anfang August konnten sich die beiden Parteien trotz eines verbesserten Angebots der Schwaben nicht einigen.

Der anstehende Transfer von Sasa Kalajdzic zu den Wolverhampton Wanderers könnte aber neuen Schwung in die Verhandlungen bringen. Rund 18 Millionen Euro plus Bonuszahlungen soll der VfB für seinen Angreifer erhalten. Frisches Geld also, um das Angebot für Jakov Medic zu erhöhen und sich die Dienste des Innenverteidigers zu sichern. Schließlich ist seit Monaten bekannt, dass der Stuttgarter Kaderplaner noch einen vielseitig einsetzbaren Defensivmann sucht.

Wie unsere Redaktion erfahren hat, scheint ein Wechsel kurz vor Ende der Transferperiode nicht ausgeschlossen. Die Informationen der Hamburger Morgenpost, wonach es beim Medic-Poker zu einem "definitiven Ende der Debatte" gekommen ist, sind unseren Erkenntnissen nach nicht korrekt. Es besteht also weiterhin die Chance, dass Jakov Medic noch an den Neckar wechselt. Realistisch scheint eine Ablösesumme zwischen drei und vier Millionen Euro.

Die Frage ist jedoch, ob St. Pauli bereit ist, seinen Innenverteidiger so kurz vor Ende der Transferperiode ziehen zu lassen. Womöglich bleibt Andreas Bornemann bei seinen Preisvorstellungen im Bereich von fünf Millionen, was dem VfB wohl zu viel ist. Zudem will der Stuttgarter Kaderplaner noch einen Kalajdzic-Nachfolger verpflichten. Die Zeit rennt also - und ticket gegen einen Medic-Transfer nach Bad Cannstatt.