VfB Stuttgart

Manuel Polster und Co.: Der Barca-Test als große Bühne für die VfB-Youngsters

Manuel Polster
U-21-Profi Manuel Polster geht auf Tuchfühlung mit Weltklasse-Verteidiger Gerard Pique. © Danny Galm

Corona- und verletzungsbedingt standen Trainer Pellegrino Matarazzo am Samstag (31.07.) im Testspiel-Highlight gegen den FC Barcelona 24 (!) Spieler nicht zur Verfügung. Die Verantwortlichen des VfB Stuttgart mussten daraufhin zahlreiche Talente ins kalte Wasser werfen. Vor 25.000 Zuschauern schwammen sich die Stuttgarter Youngsters jedoch erstaunlich schnell frei. Manuel Polster und Co. konnten den Barca-Test so als große Bühne nutzen - und unvergessliche Erfahrungen und Erinnerungen sammeln.

Barcelona statt Walldorf

Was muss das wohl für ein Gefühl gewesen sein, als den acht U-21-Profis am Mittag mittgeteilt wurde, dass ihr Testspiel gegen den Regionalliga-Konkurrenten Astoria Walldorf ausfallen wird und sie stattdessen im Profikader für das Freundschaftsspiel gegen den Weltclub aus Spanien stehen werden? Der Blick in die seligen Gesichter auf der Ehrenrunde nach dem 0:3 sprach in jedem Fall Bände.

„Leicht improvisiert ist gut“

Abwehrspieler Dominik Nothnagel (26), Linksaußen Manuel Polster (18) und Mittelfeldspieler Richard Weil (33) durften sogar von Beginn an ran. „Leicht improvisiert ist gut“, scherzte Pellegrino Matarazzo im Nachgang mit Blick auf seine Rumpfelf gegen die Katalanen. Im Laufe des Spiels kamen auch Falko Michel (20), Marco Wolf (20), Matej Maglica (22) und Luca Bazzoli (20) zum Einsatz.

Zweikämpfe gegen Weltklasse-Spieler wie Antoine Griezmann und Frenkie de Jong, ein Laufduell mit Schlachtross Gerard Pique oder ein Ballgewinn gegen Memphis Depay. Zwar stand unter dem Strich eine klare Niederlage, doch an diesem Abend unter Flutlicht standen für die Spieler aus der VfB-Reserve auch die kleinen Erlebnisse im Mittelpunkt. Die kann ihnen schließlich niemand mehr nehmen.

„Die Jungs haben gezeigt, was für einen geilen Job auch das NLZ macht“

Sportdirektor Sven Mislintat lobte anschließend den Einsatz der bis zum Schluss aufopferungsvoll kämpfenden Truppe: „Die Jungs haben gezeigt, was für einen geilen Job auch das NLZ macht.“ Besonders Flügelspieler Manuel Polster konnte mit einigen tollen Szenen auf sich aufmerksam machen.

Barcelona dominierte das Spielgeschehen vom Anpfiff weg, der VfB kam meist nur über Konterangriff in die gegnerische Hälfte. Und hier konnte der Neuzugang aus der Wolfsburger U19 seine Stärken einbringen. „Seine extreme Waffe ist Speed. Er ist ein extrem schneller Spieler“, sagte Mislintat über den 18-jährigen Österreicher, den man in Anlehnung an die Spielweise von Nationalspieler und Ex-VfB-Stürmer Timo Werner bereits mit dem entsprechenden Spitznamen versehen hat. „Er hat das sehr, sehr gut gemacht und sich im wahrsten Sinne des Wortes die Lunge aus dem Hals gerannt.“

Verlorene Generalprobe als gutes Omen?

Da im letzten Test vor dem Pflichtspielstart am kommenden Wochenende im DFB-Pokal also mehr das Erlebnis als das Ergebnis im Mittelpunkt stand, konnte Sven Mislintat der Niederlage einen weiteren positiven Nebenaspekt abgewinnen. „Ich habe gelernt, dass es sehr vorteilhaft ist, diese Art Spiel zu verlieren“, so der VfB-Kaderplaner mit einem Augenzwinkern.

Im Blick hatte er dabei die gelungenen Generalproben der letzten Jahre: 2015 ein 4:2 gegen Manchester City, 2018 ein 1:1 gegen Atletico Madrid. Beide Male stand am Ende der Saison der Abstieg in die 2. Liga. „Wir haben also alles richtig gemacht diesmal“, schmunzelte Mislintat.

So lief die Impfaktion rund um das Spiel

  • Bei der spontanen Impfaktion vor dem Stadion haben sich rund 250 Fußballfans impfen lassen.
  • «Die Impfaktion an der Mercedes-Benz Arena mit dem VfB Stuttgart als Partner war ein großer Erfolg und auch ein guter Weg, wie wir ganz viele Menschen erreichen konnten», sagte Mark Dominik Alscher, Medizinischer Geschäftsführer des Robert Bosch Krankenhauses.
  • Das RBK hatte die Aktion am Samstag gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium im Vorfeld des Testspiels gegen den FC Barcelona durchgeführt.