VfB Stuttgart

Profivereine stimmen über Milliarden-Deal ab: Was ist die VfB-Position?

Deutsche Fußball Liga
Die 36 Profivereine der DFL entscheiden über den geplanten Einstieg eines Investors. © Frank Rumpenhorst

Die Fans haben ihr Votum in den Bundesliga-Stadien bereits abgegeben, nun sind die Verantwortlichen der 36 Profivereine am Zug. Auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga kommt es am Montag (Update: Das Ergebnis liegt mittlerweile vor) zur erneuten Abstimmung über den möglichen Einstieg eines externen Investors. Um den Weg für einen Milliarden-Deal freizumachen, wird bei dem Treffen in einem Frankfurter Flughafen-Hotel eine Zwei-Drittel-Mehrheit benötigt. Die war im ersten Anlauf im Mai dieses Jahres knapp verfehlt worden. Der Ausgang ist auch dieses Mal offen. Was ist die Position des VfB Stuttgart?

Widerstand aus den Fan-Lagern

Aus dem Fan-Lager gibt es seit Monaten Widerstand. Die Anhänger, die am zurückliegenden Wochenende in vielen Stadien mit Spruchbändern protestierten, befürchten durch den Einstieg eines Investors eine Wettbewerbsverzerrung. «Es bleibt dabei: Nein zu Investoren in der DFL!» oder «DFL-Investoreneinstieg stoppen» war auf Transparenten zu lesen.  

Sechs Unternehmen sollen ihr Interesse an einer Partnerschaft mit der DFL bekundet haben. Für eine prozentuale Beteiligung an den TV-Erlösen soll ein Finanzinvestor eine Milliarde Euro zahlen. Der Vertrag soll eine Maximallaufzeit von 20 Jahren haben und bis zum Beginn der Saison 2024/25 unterzeichnet sein. 

1. FC Köln und SC Freiburg lehnen Deal ab, FC Bayern München und Schalke stimmen dafür

Zu den Befürwortern gehören laut einer Kicker-Umfrage der Rekordmeister FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach und Bundesliga-Absteiger FC Schalke 04. Abgelehnt wird der Deal unter anderem vom 1. FC Köln und dem SC Freiburg, der im Frühjahr noch dafür gestimmt hatte. Der VfB Stuttgart, der sich bei der Abstimmung im Mai noch klar gegen den Einstieg eines Investors ausgesprochen hatte, befürwortet nun die Pläne der DFL.

Vielleicht kommt es am Montag aber auch gar nicht zur Abstimmung über eine mögliche strategische Vermarktungspartnerschaft. Union Berlins Präsident Dirk Zingler hatte vor dem Treffen in einem Schreiben an den Liga-Verband und alle anderen 35 Proficlubs eine Verschiebung gefordert. Die Abstimmung komme seiner Ansicht nach «zum falschen Zeitpunkt».