VfB Stuttgart

Sieg im ersten Testspiel: Welche Erkenntnisse VfB-Trainer Matarazzo gewonnen hat

Pellegrino Matarazzo
VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo. © Danny Galm

Mit 7:1 hat der VfB Stuttgart am Samstagnachmittag (02.07.) das erste Testspiel der Sommer-Vorbereitung gewonnen. Gut für die Stimmung, schön für die Fans. Aber welche Erkenntnisse hat Trainer Pellegrino Matarazzo gewonnen - und geht das bei einem Kick gegen ein Landesliga-Team überhaupt?

„Jeder war bereit, in beide Richtungen zu arbeiten“

Ja natürlich, findet der Coach der Schwaben. Zum einen gefiel Matarazzo die Arbeitseinstellung seiner Jungs beim ersten Aufgalopp im Rahmen des Sponsoren-Spiels im Stadion am Silberweg. Als beispielsweise in Halbzeit eins nach einem Ballverlust von Orel Mangala fast alle Stuttgarter rasend schnell wieder hinter dem Ball waren. 

„Jeder war bereit, in beide Richtungen zu arbeiten. Das war eine positive Erkenntnis“, so Matarazzo. Auch wollte der Trainer sehen, welcher Spieler nach einer kräftezehrenden ersten Trainingswoche bereit war, über die Grenzen zu gehen. Und dabei spielt es eben nur eine nebensächliche Rolle, ob der Gegner Böblingen oder Bayern heißt. 

Drei Tore in 13 Minuten: Stürmer Alou Kuol im Fokus

Besonders in den Fokus spielen konnte sich Leihrückkehrer Alou Kuol, der innerhalb von nur 13 Minuten drei Tore erzielte. Auch wenn er in der abgelaufenen Saison für den SV Sandhausen nur wenige Einsatzminuten in der 2. Liga sammeln konnte, so hat dem 20 Jahre alten Stürmer das Training auf Profiniveau merklich vorangebracht. 

„Wir wissen, das Alou zwei große Stärken hat“, sagt Matarazzo: „Das ist sein Speed. Und sein Abschluss. Und das hat er heute wieder gezeigt.“ Entwicklungspotenziale sieht der Trainer beim Australier noch im Zusammenspiel mit seinen Teamkollegen sowie im technischen und taktischen Bereich. Aber es geht voran. „Er ist schon ein Roh-Talent, das entwickelt werden kann und soll.“ 

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Gemeinsam mit Mohammed Sankoh ging Kuol in Durchgang zwei als Doppelspitze auf Torejagd, in Durchgang eins durften Silas und Thomas Kastanaras für Wirbel sorgen. Alle vier gefielen dem Chefcoach sehr gut. Silas und Sankoh mit ihrem Leistungslevel nach ihren langen Verletzungen und Youngster Kastanaras mit seinem Premieren-Treffer für die Profis. „Thomas hat eine gute Ausstrahlung, ist auch technisch, taktisch gut drauf“, lobt Matarazzo. 

Dabei zeichnet sich der 19 Jahre alte Grieche weniger durch seine Geschwindigkeit, sondern vielmehr durch sein Gefühl für den Raum aus: „Er hat nicht den Top-Speed, aber er ist schnell genug, weil er ein gewisses Timing für die Tiefe hat. Er ist spielintelligent, weiß genau, wie er sich zu bewegen hat in der letzten Linie.“ In den Einheiten habe sich der Nachwuchsstürmer so ebenfalls schon ein paar Mal in Szene setzen können. 

Noch ist offen, wer mit ins Trainingslager fährt

Ebenso wie der erst 16 Jahre alte Torhüter Dennis Seimen, der in Böblingen allerdings nicht zum Einsatz kam. Den Platz im VfB-Tor teilten sich Stammkeeper Florian Müller (Halbzeit eins) und die etatmäßige Nummer zwei Fabian Bredlow (Halbzeit zwei). Im Laufe der Vorbereitung könnte laut Matarazzo aber auch Seimen noch zum Einsatz kommen. 

Aktuell steht der U-17-Nationaltorhüter für den an Corona erkrankten Florian Schock im Aufgebot. Ist Schock wieder fit, ist er die Nummer drei. Dennoch wird Seimen immer wieder die Möglichkeit bekommen, bei den Profis zu trainieren. Ob er mit ins Trainingslager, ist noch nicht entschieden. Überhaupt ist noch offen, wer aus dem aktuell 33 Mann starken Aufgebot vom 09. bis 16. Juli mit ins Allgäu fährt.  

Am Samstag musste Matarazzo derweil auf mehrere Spieler verzichten. Neben den Nationalspielern Sasa Kalajdzic, Borna Sosa, Konstantinos Mavropanos, Hiroki Ito, Wataru Endo und Darko Churlinov (steigen am 04. Juli ins Training ein), fehlten in Böblingen auch Tiago Tomas und Tanguy Coulibaly (Krankheit/kein Corona), Roberto Massimo (Schleimbeutel-Probleme), Mateo Klimowicz (angeschlagen), Lilian Egloff (Belastungssteuerung) sowie Ömer Beyaz und Florian Schock (Corona, noch nicht freigetestet).