Undav: „Wollen alle Champions League spielen“ – VfB klettert auf Platz drei
Augsburg. Der VfB Stuttgart hat beim 5:2-Sieg gegen den FC Augsburg nicht nur seine Hausaufgaben in der Bundesliga gemacht, sondern gleichzeitig auch eine über große Strecken beeindruckende Antwort auf das jüngste Aus in der Europa League gegeben. Die Schwaben stehen in der Tabelle nun auf Platz drei – und haben im Rennen um die Champions League nicht nur richtig gute Karten, sondern können auch den Fokus voll auf das Ziel Königsklasse legen. Nach dem Spiel bestätigte Doppeltorschütze Deniz Undav: Der VfB hat noch etwas vor in der Liga – und möchte bis zum Ende unter den ersten Vier stehen.
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VfB Stuttgart: Deniz Undav steht bei 23 Scorern in 23 Spielen
Deniz Undav jagt in der aktuellen Saison Bestwert um Bestwert. Mit seinen beiden Treffern in Augsburg schaffte er das erneut mehrfach, wurde von unserer Redaktion mit der Note 1,5 bewertet. So ist Undav der erste Spieler dieser Bundesligasaison, der in sechs aufeinanderfolgenden Spielen getroffen hat. Ebenso steht der Stürmer nun bei 18 Saisontoren in der Liga, hat seine bisherige Bestmarke aus der Spielzeit 2023/24 egalisiert und steht im Torjäger-Ranking auf Platz zwei hinter dem Überflieger Harry Kane. Mit seinen fünf Vorlagen – eine davon am Sonntag gegen Augsburg – kommt Deniz Undav auf sagenhafte 23 Torbeteiligungen in 23 Spielen. Wohlgemerkt trotz seiner Verletzungspause am Anfang der Saison.
Und auch wettbewerbsübergreifend sind Undavs Statistiken brutal. 36 Scorer in 38 Pflichtspielen sammelte der Deutsche Nationalspieler in Liga, Pokal und Europa League. Aus Letzterer war der VfB am vergangenen Donnerstag ausgeschieden, auf bittere Weise beim FC Porto. Nicht wenige befürchteten einen „Europa-Kater“ wie es in der abgelaufenen Saison der Fall war. Da sorgte das Ausscheiden im internationalen Wettbewerb für einen Spannungs- und Leistungsabfall, am Ende überstrahlte der Pokalsieg den mäßigen neunten Platz in der Liga.
Der VfB hat den europäischen Wettbewerb so gut wie sicher
So tief wird es für den VfB in der aktuellen Saison wohl nicht mehr gehen. Vor dem Saisonfinale nach der Länderspielpause steht Stuttgart erstmals seit Oktober 2025 (Sieg gegen Mainz 05) wieder auf dem dritten Tabellenplatz, hat 15 Punkte Vorsprung auf Platz sieben. „Europäisch ist gar nicht mehr wegzudenken“, sagte Deniz Undav nach dem Augsburg-Spiel mit Blick auf die Tabelle und die anstehenden Aufgaben.
Rechnerei hin, Eventualitäten her: Der VfB wird im internationalen Wettbewerb 2026/27 vertreten sein. Auch die Europa League scheint recht sicher, würde Platz sechs doch dafür ausreichen, wenn der DFB-Pokalsieger bereits für den europäischen Wettbewerb qualifiziert ist. Das einzige große Ziel, um das der VfB in der Liga noch richtig kämpfen muss, bleibt also die Qualifikation für die Champions League und damit die Top vier.
Deniz Undav: „Jeder hat das gleiche Ziel“
Eine Ambition, mit der die Offiziellen bei den Stuttgartern gerne eher defensiv umgehen, allen voran immer wieder Trainer Sebastian Hoeneß. Auch Sportvorstand Fabian Wohlgemuth blieb in Augsburg beim Blick von Spiel zu Spiel: „Natürlich wollen wir das Niveau halten – jetzt geht es erstmal darum, das nächste Spiel gegen Dortmund zu gewinnen.“
Dass die Ambition Königsklasse spätestens nach dem starken Sieg über Augsburg und dem Aus in der Europa League trotz allen Bremsens fest im Blick ist, ließ Deniz Undav durchblicken: „Jeder weiß, dass es um vieles geht. Wir wollen alle Champions League spielen, jeder hat das gleiche Ziel.“ Die Ziele sind also da, trotz verständlicher Zurückhaltung der Verantwortlichen.
Auf den VfB Stuttgart warten im Saisonfinale Wochen der Wahrheit
Der „Europa-Kater“ schien den VfB Stuttgart beim Sieg gegen Augsburg nicht zu tangieren. Jetzt geht es für Undav und Co. – wohl auch für Angelo Stiller – erst einmal zu den Nationalmannschaften, bevor dann nach der letzten Länderspielpause der Saison unter anderem die direkten Entscheidungsspiele gegen Dortmund, Hoffenheim und Leverkusen anstehen. „Wir haben ein krasses Programm, gegen solche Gegner müssen wir bestehen“, wusste auch Undav. „Wir müssen die Spiele ziehen, das ist das Wichtigste.“ Gelingt das, winkt dem VfB eine weitere Spielzeit unter Europas Besten – die Chancen dafür sind mit dem abgelaufenen 27. Spieltag und dem Dreier in Augsburg weiter gestiegen.



