VfB nur Unentschieden gegen Union Berlin: Zähes Spiel findet keinen Sieger
Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat bei seinem Heimspiel in der Bundesliga gegen Union Berlin 1:1 gespielt. So stand zum Rückrundenauftakt nach einem zähen und umkämpften Spiel lediglich ein Punkt. Eigentlich hatten die Schwaben das Spiel schon auf ihre Seite gezogen, ein Ex-Stuttgarter besorgte dann aber das Unentschieden. Die Hoeneß-Elf steht nach dem Spiel vorübergehend auf Platz vier. Wir berichten vom Heimspiel des VfB.
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VfB Stuttgart: Sebastian Hoeneß verzichtet erneut auf Rotation
In der Startelf wechselte Sebastian Hoeneß im Vergleich zum 3:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt nur einmal: Siegtorschütze Nikolas Nartey rückte für Ermedin Demirovic in die Aufstellung, auf der Bank nahm der wiedergenesene Ameen Al-Dakhil für den nach Heidenheim verliehenen Leonidas Stergiou Platz. Ansonsten gab es auch keinen Grund für Veränderung, denn: Die Schwaben hatten eine breite Brust und waren gut in Form, das Spiel gegen die AS Rom am kommenden Donnerstag wohl weit genug weg für größere Rotationen.
Schon der erste Durchgang zeigte, was im Vorfeld zu erwarten war: Spiele gegen Union sind mitunter eklig und zäh – eine rasante Partie wie zuvor gegen Frankfurt und Leverkusen sahen die Zuschauer in der MHP-Arena sicherlich nicht. Die Gäste kamen über eine tiefe Fünferkette, lange Bälle und Standards, was nicht gerade für ein ansehnliches Spiel sorgte. Bei Stuttgart haperte es gegen den tiefen gegnerischen Block oft am letzten Pass und an der zündenden Idee.
Josha Vagnoman verpasst die frühe VfB-Führung
Die Chancenkonten beider Teams waren dementsprechend dünn gefüllt – aber in Qualität und Quantität recht ausgeglichen. Rechtsverteidiger Josha Vagnoman hatte die ersten drei Gelegenheiten für die Schwaben (6./7./22.), hätte besonders in der siebten Minute nach Steckpass Führich frei vor Union-Keeper Frederik Rönnow die frühe Führung markieren können. Maximilian Mittelstädt setzte einen Distanzschuss über das Tor (26.), Deniz Undav traf nach Vorlage Angelo Stillers nur das Außennetz (37.). Zwischendurch hatte Union selbst dicke Gelegenheiten, Rani Khediras Schuss wurde nach einer Ecke geblockt (11.). Andrej Ilic war schon frei vor Alexander Nübel, aber traf mit der größten Chance des ersten Durchgangs nur den Pfosten (14.).
Der 0:0-Pausenstand: aufgrund des zähen Spiels keinesfalls überraschend. Nach Wiederanpfiff kamen die Schwaben aber wie die Feuerwehr aus der Kabine. Chris Führich bediente nach starkem Dribbling Vagnoman, der mit seinem geblockten Schuss abermals scheiterte (48.). Nur eine Minute später tauchte Deniz Undav frei vor Rönnow auf, der Keeper parierte aber. Nach einer knappen Stunde dann die vermeintlich erlösende Führung: Der bärenstarke Ramon Hendriks lief mit dem Ball aus der eigenen Innenverteidigung los, spielte am Ende des Ein-Mann-Konters auf Führich. Der schoss von der Sechzehnerkante präzise ins kurze Eck und traf (59.). Es war das fünfte Weitschusstor des VfB in dieser Saison – kein Team war aus der Ferne erfolgreicher.
Führich trifft, der VfB bekommt den Sieg nicht über die Zeit
In der Folge kontrollierte der VfB das Spiel und die Führung, Hoeneß stellte defensiv auf Dreierkette um. Dennoch schwebte die Gefahr eines späten Ausgleichs immer über dem Rasen – Angelo Stiller hätte diese Zweifel beseitigen können, schoss nach Vorlage Undavs aber über das Tor (80.). Und es kam, wie so oft kommt: Wooyeong Jeong traf gegen seinen Ex-Verein und glich für Union aus (83.). Josha Vagnoman und Jeff Chabot sahen nicht besonders gut aus, verloren jeweils ihre Duelle gegen ihre Gegenspieler. Jeong hatte sogar noch den Doppelpack auf dem Fuß, Nübel zeigte aber eine überragende Parade (88.). So blieb es bei der Punkteteilung.



