VfB Stuttgart

Comeback von VfB-Stürmer Nicolas Gonzalez gegen den FC Augsburg?

Nicolas Gonzalez vom VfB Stuttgart
Nicolas Gonzalez vom VfB Stuttgart. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © Tom Weller

Mit dem FC Augsburg verbindet Gregor Kobel besondere Erinnerungen. Bei den bayrischen Schwaben stieg er als Hoffenheim-Leihgabe in der Rückrunde der Saison 2018/19 erstmals zum Stammtorhüter in der Fußball-Bundesliga auf. Der FCA hätte Kobel gern behalten und wusste, was er an ihm hat. Ebenso wie nun der VfB Stuttgart, der gegen Augsburg im nächsten Spiel am 7. Mai (ab 20.30 Uhr im ZVW-Liveticker) mit einem verlässlichen Kobel seinen Negativtrend beenden will.

Verteidiger Kempf: „Die Kräfte sind am Ende“

Momentan steckt der Aufsteiger nach einer lange überzeugenden Saison im Negativtrend. Viermal nacheinander haben die Schwaben verloren, darunter allerdings auch gegen die Topteams Leipzig, Wolfsburg und Dortmund. Bezeichnend beim 0:2 in Leipzig war, dass Kobel die meisten Ballaktionen (72) der Stuttgarter Profis hatte. „Die Kräfte sind am Ende“, räumte Verteidiger Marc Oliver Kempf ein.

Die Situation wird dadurch erschwert, dass neben den Verletzten immer wieder ein Spieler gesperrt fehlt. Nach Kempf und Konstantinos Mavropanos muss nun Naouirou Ahamada nach seiner frühen Roten Karte (14.) aussetzen.

Immerhin: Borna Sosa und Daniel Didavi dürften gegen Augsburg wahrscheinlich in den Kader zurückkehren, wie Sportdirektor Sven Mislintat am Montag sagte: „Vielleicht mit ein bisschen Glück auch Nico Gonzalez.“ Der Argentinier hatte sich Ende März einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Aktuell ist der Stürmer aufgrund eines Corona-Falls in der Reha-Gruppe in Quarantäne. Er selbst wurde negativ getestet.

Trainerwechsel in Augsburg: Weinzierl folgt auf Herrlich

Die Augsburger haben sich derweil von Trainer Heiko Herrlich getrennt und den früheren Erfolgscoach Markus Weinzierl verpflichtet. Der Verein bestätigte am Montag (26.04.) die Rückkehr des 46-Jährigen, der von 2012 bis 2016 für die erfolgreichste Phase in der Vereinshistorie gesorgt hatte. Weinzierl unterschrieb als Nachfolger von Heiko Herrlich einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Als Co-Trainer wird ihn Reiner Maurer unterstützen.

Nach der jüngsten 2:3-Niederlage gegen den direkten Mitkonkurrenten 1. FC Köln am Freitagabend stellte der FCA hingegen den bisherigen Trainer Herrlich frei. Die FCA-Führung sah sich zum Handeln gezwungen. Die bayerischen Schwaben haben drei Spieltage vor dem Saisonende nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, den die Kölner belegen.

Weinzierl und die Fuggerstädter verbindet eine besondere Beziehung. Als Nachfolger von Jos Luhukay hatte der Straubinger den Verein zur Saison 2012/13 übernommen. Trotz einer katastrophalen Hinrunde mit nur neun Punkten hielt die Führungsspitze um den damals frisch geholten Manager Stefan Reuter an ihm fest - es zahlte sich aus. Nach 24 Zählern in einer furiosen Rückserie hielten die Augsburger die Klasse.

Missratene Sechs-Monats-Rettungsmission beim VfB

Der frühere Amateurspieler des FC Bayern führte den Club dann 2014/15 sogar sensationell auf die internationale Bühne. Weinzierl war längst ein Trainer-Shootingstar und wollte höher hinaus. Erst nach wochenlangem Vertragspoker und der Zahlung der damaligen Rekordsumme von angeblich drei Millionen Euro Ablöse ließ der FC Augsburg seinen Coach im Sommer 2016 zum FC Schalke 04 ziehen.

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Trainierte in der Vergangenheit auch den VfB Stuttgart: Markus Weinzierl. © Felix Arnold (Archiv)

Als „enttäuschend und unglücklich“ hatte Reuter damals den Abgang bezeichnet. Eine nachgeholte Verabschiedung oder Blumen für Weinzierl gab es nicht. Der kleine Frust legte sich aber schnell wieder. Weinzierl scheiterte auf Schalke nach einer Saison und ramponierte sich später mit einer missratenen Sechs-Monats-Rettungsmission beim VfB Stuttgart endgültig den einst hervorragenden Ruf. Die Rückkehr nach Augsburg soll auch seiner Karriere wieder Schub verleihen.