VfB Stuttgart

Endspiel um die Königsklasse: Wie geht der VfB den CL-Showdown in Frankfurt an?

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß (links im Bild) will in Frankfurt den letzten Schritt in Richtung Champions League gehen.
VfB-Trainer Sebastian Hoeneß (links im Bild) will in Frankfurt den letzten Schritt in Richtung Champions League gehen. © Hansjürgen Britsch

Stuttgart. Der VfB Stuttgart ist nur noch einen Schritt von der erneuten Qualifikation für die Champions League entfernt. Mit einem Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt am letzten Bundesliga-Spieltag am Samstagnachmittag hat der VfB das Ticket zur Königsklasse in der eigenen Hand. Wie möchte Trainer Sebastian Hoeneß diese wichtige Partie angehen?

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VfB Stuttgart gegen Eintracht: Finale um die Königsklasse

Es wirkt ein bisschen so, als hätte die Saison des VfB Stuttgart bisher 51 Pflichtspiele lang Anlauf genommen, um jetzt in einem großen Showdown mit zwei Endspielen innerhalb von acht Tagen zu enden. Bevor der VfB als Titelverteidiger im DFB-Pokalfinale am 23. Mai gegen den FC Bayern München antritt, wartet mit dem letzten Bundesliga-Spieltag gegen Eintracht Frankfurt am Samstag (15:30 Uhr) das Finale um die Königsklasse. „Es reduziert sich nach einer langen Saison auf dieses eine Spiel und das macht es besonders reizvoll. Das wird ein heißes Ding“, prognostiziert VfB-Trainer Sebastian Hoeneß.

Seine Mannschaft hat sich mit dem 3:1-Heimsieg gegen Bayer Leverkusen in eine sehr gute Ausgangsposition gebracht. Wenn im Auswärtsspiel der TSG Hoffenheim bei Borussia Mönchengladbach nicht ganz verrückte Dinge passieren, kann der VfB mit einem Sieg in Frankfurt den vierten Platz verteidigen und damit zum zweiten Mal in den vergangenen drei Jahren in die Königsklasse einziehen. Sollten die Hoffenheimer nicht gewinnen, reicht der Hoeneß-Elf sogar ein Unentschieden. Doch auf Rechenspiele lässt sich der VfB-Coach nicht ein. Genauso wenig wie auf Diskussionen rund um die fragwürdige Schiedsrichter-Ansetzung. Hoeneß fokussiert sich voll und ganz auf das eigene Spiel: „In Frankfurt ist es grundsätzlich immer schwierig gegen eine Mannschaft, die jetzt auch noch ums internationale Geschäft kämpft. Deswegen gehen wir davon aus, dass wir auf eine sehr starke Mannschaft treffen.“ Die Eintracht könnte mit einem Sieg und bei einem Punktverlust des SC Freiburg gegen RB Leipzig noch auf Conference League-Platz sieben klettern.

Wo will Trainer Hoeneß gegen Eintracht Frankfurt ansetzen?

Allerdings knirscht es im Frankfurter Stadtwald gerade gewaltig. Der Trainerwechsel zu Albert Riera Anfang Februar hat nicht den gewünschten Effekt gebracht, aktuell ist die SGE seit vier Spielen sieglos. Das Aus des Spaniers zum Saisonende soll bereits besiegelt sein. „Irgendwelche medialen Geschichten sind für mich völlig irrelevant“, stellt Hoeneß mit Blick auf den kommenden Gegner klar. „Das ist eine Mannschaft, die Probleme machen kann, individuell stark besetzt ist, mit klaren Abläufen und unglaublich vielen Möglichkeiten in der Offensive.“ Allerdings kassierten die Frankfurter in dieser Saison bereits 63 Gegentore – die drittmeisten der Liga. Genau hier möchte Hoeneß ansetzen: „Vorrangig geht es darum, dass wir unsere Prinzipien konsequent auf den Platz bekommen. Wir wollen sie vor Aufgaben und Probleme in der Defensive stellen und damit ihren Offensivdrang nehmen.“

Dabei kann Sebastian Hoeneß nahezu auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Einzig Kapitän Atakan Karazor fällt aufgrund seiner Rotsperre ein weiteres Mal aus. Innenverteidiger Finn Jeltsch, der in den vergangenen Wochen mit einer Bauchmuskelverletzung passen musste, ist wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Wir bewegen uns bei ihm an der Grenze, aber er ist ein Spieler, dem man das zutraut, die Belastung direkt auszuhalten. Da sind wir im Austausch, aber einen Einsatz über 90 Minuten würde ich ausschließen“, erläutert Hoeneß.

Schritt Richtung Champions League nicht viel im Weg

Beim VfB sind alle bereit für das erste von zwei Endspielen. „Es fällt nicht schwer den Fokus zu halten. Alle schauen nur auf Samstag. Ich bekomm nicht viel mit über Berlin. Die Stimmung war sehr gut und die Vorfreude ist spürbar“, sagt Hoeneß. Gelingt es dem VfB eine ähnlich starke Leistung, wie gegen Leverkusen zu zeigen, steht dem letzten Schritt in Richtung Champions League nicht mehr viel im Weg.

So könnte der VfB Stuttgart in Frankfurt spielen:

Nübel – Mittelstädt, Chabot, Hendriks – Stiller, Chema – Führich, Nartey, Leweling – Undav, Demirovic

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