VfB Stuttgart

Heißer Transfer-Finish beim VfB: Kalajdzic zu Wolverhampton, Sosa nach Bergamo?

Fußball Bundesliga VfB Stuttgart vs. SC Freiburg
War das Heimspiel gegen den SC Freiburg das Abschiedsspiel von Sasa Kalajdzic im VfB-Trikot? © Pressefoto Baumann

Über zu wenig Arbeit kann sich Sven Mislintat aktuell nicht beschweren. Der Sportdirektor des VfB Stuttgart hat mit Sasa Kalajdzic und Borna Sosa zwei wechselwillige Profis im Kader. Nach wochenlangen Transfergerüchten wird es nun konkret: Sasa Kalajdzic zieht es wohl nach England, Borna Sosa nach Italien. Doch Sven Mislintat läuft die Zeit davon: Das Transferfenster schließt am 1. September - und es bleiben nur noch wenige Tage, um nach Ersatz zu suchen. Der aktuelle Stand beim VfB Stuttgart im Überblick.

Sasa Kalajdzic mit den Wolves bereits einig

Wird es Dortmund? Oder Bayern? Oder Manchester United? Seit Wochen wird über einen Wechsel von Sasa Kalajdzic spekuliert. Richtig konkret wurde es nie, doch nun kommt der Kalajdzic-Markt in Bewegung. Laut Sky-Informationen zieht es den Angreifer zu den Wolverhampton Wanderers. Der Österreicher und der englische Premier-League-Club sind sich wohl über einen Transfer einig geworden. Im Raum steht ein Fünfjahresvertrag mit einem deutlich höheren Gehalt als beim VfB.

Im Gegensatz zu früheren und oft wagen Transfergerüchten scheint an der Wolves-Offerte aber etwas dran zu sein. Sven Mislintat bestätigte das Interesse bei Sky: "Es gibt jetzt tatsächlich die ersten Interessenslagen aus England, die Wolves gehören dazu", so der Sportdirektor. Mislintat betonte aber auch, dass es bislang noch kein konkretes Angebot des letztjährigen Premier-League-Zehnten gibt. Als Ablösesumme stehen wohl 25 Millionen Euro im Raum, ein Wechsel erscheint sehr realistisch.

Geht Borna Sosa in die Serie A?

Auch bei Borna Sosa wird ein Abgang immer wahrscheinlicher. Obwohl der Linksverteidiger einen Großteil der Vorbereitung verpasst hat, wird das Interesse an ihm immer größer. Sven Mislintat wundert die Attraktivität seines Profis nicht: "Er ist nach den Wechseln von Marc Cucurella und David Raum das heißeste Eisen auf der Linksverteidigerposition in Europa“, sagte er bei Sky.

So heiß, dass Atalanta Bergamo die Fühler nach dem Linksfuß ausgestreckt hat. Bei dem italienischen Serie-A-Club klafft nach dem Abgang von Robin Gosens eine Lücke auf der linken Seite. Borna Sosa soll dieses Lücke füllen. Konkret ist das Angebot noch nicht, für seinen Linksverteidiger wird Sven Mislintat aber wohl eine Ablösesumme von 20 bis 25 Millionen Euro aufrufen. Auch im Fall Sosa spricht vieles dafür, dass es noch zu einem Wechsel kommt.

VfB Stuttgart in der Zwickmühle: Wer wird Nachfolger von Kalajdzic?

Wie es also aussieht, verliert der VfB Stuttgart kurz vor Ende der Transferphase zwei immens wichtige Leistungsträger. Klar ist: Sven Mislintat will die beiden Profis mit Neuzugängen ersetzen. Es ist nicht geplant, die Abgänge intern aufzufangen. Doch die Position für Verhandlungen ist nicht gerade optimal. 

Zum einen rennt dem Sportdirektor die Zeit davon, da am 1. September das Transferfenster schließt. Mislintat muss zwingend noch in diesem Zeitraum aktiv werden, um den Qualitätsverlust im Kader abzufedern. Zum anderen weiß jeder Verein, dass der VfB durch die (möglichen) Transfers zwischen 40 und 50 Millionen Euro eingenommen hat. Das treibt den Preis in die Höhe.

Beobachten kann man das bei einem möglichen Kalajdzic-Ersatz. Joshua Zirkzee vom FC Bayern München gilt als heißer Anwärter auf die Nachfolge im VfB-Sturm. Der deutsche Rekordmeister ruft für den jungen Angreifer aber eine Summe jenseits der zehn Millionen auf. Zwischen 15 und 20 Millionen Euro stellen sich die Münchner wohl vor. Ein überteuertes Preisschild für einen 21-Jährigen, der im vergangenen Jahr an den RSC Anderlecht ausgeliehen war.

Kommt Jakov Medic? Und wer ersetzt Sosa?

Durch das Bergamo-Interesse an Borna Sosa muss sich der VfB zudem nach einem neuen Linksverteidiger umschauen. Anders als bei Kalajdzic ist für einen möglichen Sosa-Ersatz aber bislang kein Name an die Öffentlichkeit gelangt. Auch hier wird Sportdirektor Sven Mislintat nach einer externen Lösung suchen. "Wir haben einen sehr guten Kader zusammen, genauso wie er ist. Wenn daraus eine Qualität ausfiele, dann werden wir natürlich auch entsprechend agieren", erklärte der Sportdirektor nach der Freiburg-Niederlage. Konkret wurde aber bislang noch nichts.

Neben einem neuen Linksverteidiger ist der VfB immer noch auf der Suche nach einem vierten Innenverteidiger. Gehandelt wurde zuletzt Jakov Medic von St. Pauli. Ein möglicher Transfer des Abwehrspielers kam aber bislang nicht in Frage, weil der Hamburger Zweitliga-Club zu viel Geld forderte. Nach einem Abgang von Sosa und/oder Kalajdzic sollte das aber kein Problem mehr für den VfB darstellen.