VfB Stuttgart

Kampf um das VfB-Präsidentenamt: Pierre-Enric Steiger leistet sich den nächsten Fauxpas

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Das Duell um das VfB-Präsidentenamt: Amtsinhaber Claus Vogt (li.) vs. Pierre-Enric Steiger. © VfB Stuttgart

Claus Vogt kann sich im bisherigen Wahlkampf um das Präsidentenamt beim VfB Stuttgart fast schon entspannt zurücklehnen. Schließlich tritt sein Herausforderer Pierre-Enric Steiger gekonnt von einem Fettnapf in den nächsten. So auch beim zweiten direkten Duell der Präsidentschaftskandidaten in der Kultkneipe „Schwemme“ am Cannstatter Bahnhof am Donnerstagabend (01.07.).

Sympathien im Publikum waren klar verteilt

Die vom Fanprojekt organisierte Veranstaltung war gewissermaßen ein Heimspiel für Vogt. Bei Bier, Currywurst und sensationellen Pommes präsentierte sich der Amtsinhaber gewohnt fannah und selbstbewusst. Auf der Bühne gab er sich im Gespräch mit den Moderatoren Bernd Sautter und Sebastian Rose keine Blöße, die Sympathien im Publikum waren klar verteilt. This is Vogt Country. Gegenkandidat Steiger hatte es auf diesem für ihn eher ungewohnten Terrain von Anfang an nicht leicht, einen Stich zu landen. Erschwerend kam allerdings hinzu, dass sich der Präsident der Björn-Steiger-Stiftung aus Winnenden einmal mehr selbst das Leben kompliziert machte.

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Kopfschütteln bei den Frauen im Biergarten

Zuletzt brachte er sich mit einer extrem ungeschickten Formulierung in einem Fan-Podcast in Erklärungsnot, auch nach seinem Auftritt im ZVW-Podcast gab es Redebedarf. Nun leistete er sich beim Thema Gleichberechtigung den nächsten Fauxpas: Steiger wünscht sich einen höheren Frauenanteil in den VfB-Gremien. Allerdings müssten die Damen dazu „überhaupt erst einmal das Selbstvertrauen entwickeln, sich das auch zu trauen“. Kopfschütteln bei den Frauen im Biergarten der Kneipe. Weniger besser wurde es, als er noch hinzufügte, dass bei den Veranstaltungen des VfB-Freundeskreises „auch die Ehefrauen immer mitkommen“. Die weiblichen VfB-Mitglieder wird er mit solchen Aussagen nur schwer von sich überzeugen können.

Kritik auch an Steigers Zukunftspapier

Auch sein umfangreiches Zukunftspapier wurde an diesem Abend einmal mehr heftigst kritisiert. Zwar erläuterte Steiger geduldig die Vorteile einer Vertreterversammlung und seine Ideen zur Umstrukturierung des Aufsichtsrates, doch im Plenum gab es dafür kaum Zustimmung. Stattdessen blickte er immer wieder in fragende Gesichter. Schließlich räumte auch Steiger ein, dass sein Konzept „sehr komplex“ sei und er sich in Sachen Kommunikation noch verbessern müsse. Fürs Erste würde es dem Winnender aber schon einmal helfen, wenn er bei seinen kommenden Auftritten den Tritt ins nächste Fettnäpfchen auslässt. Andernfalls kann sich Claus Vogt im Wahlkampf weiter entspannt zurücklehnen.