VfB Stuttgart

Keeper Gregor Kobel ist bereit für seine Premiere in der Schweizer A-Nationalelf

Fußball FC Bayern München vs. VfB Stuttgart
Stuttgarts starker Rückhalt: Torhüter Gregor Kobel. © Pressefoto Baumann

Die vier Gegentreffer vom Samstag wurmen Gregor Kobel auch noch drei Tage später. „Es nervt, wenn man vier Tore fängt“, sagt der Keeper des VfB Stuttgart, der sich aber nicht all zu lange mit der 0:4-Klatsche gegen den FC Bayern München beschäftigen möchte. Solche Tage gebe es halt in einem Fußballer-Leben. „Es gibt solche Spiele, da kann man nicht all zu viel machen“, findet Kobel.

„Das mit Silas ist natürlich sehr, sehr bitter“

Viermal musste der Schweizer den Ball aus dem Netz holen, viermal blieb er ohne jegliche Abwehrchance. Grund zur Sorge bietet die Pleite beim Rekordmeister aber nicht: „Alles easy. Wir sind auf einem geilen Weg - und das ist alles, was zählt.“

Vielmehr als die Lehrstunde in der Allianz Arena schmerzt die Schwaben ohnehin der Ausfall von Stürmer Silas Wamangituka. Mit einem Kreuzbandriss wird der 21 Jahre alte Kongolese für sechs bis acht Monate ausfallen. „Das mit Silas ist natürlich sehr, sehr bitter“, so Kobel im Interview mit dem clubeigenen TV-Sender. „Wir werden ihn auf dem Platz und in der Kabine vermissen.“

Viel Zeit zum Trübsal blasen bleibt dem 1,94 Meter großen Goalie allerdings nicht. Kobel steht auf Abruf für die WM-Qualifikationsspiele der Schweiz gegen Bulgarien (25. März) und Litauen (28. März) bereit. Für das Freundschaftsspiel gegen Finnland am 31. März wird er zum Kader der „Nati“ stoßen. Dann könnte der gebürtige Züricher, der von der U17 an alle Schweizer Jugendnationalteams durchlaufen hat, womöglich sein Debüt für die A-Nationalmannschaft feiern.

Bereit für die Premiere

Kobel: „Ich freue mich, dass ich nominiert worden bin und nehme diese Erfahrung sehr gerne mit.“ Bereit für seine Premiere wäre der Torhüter allemal. Schließlich präsentierte sich die Nummer eins der Stuttgarter zuletzt in Top-Form. Die Bundesliga-Stürmer (mit Ausnahme von Weltfußballer Robert Lewandowski) brachte er schon ein ums ander Mal zum verzweifeln.

Und hinter dem Schweizer Torhüter Trio um Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach), Jonas Omlin (HSC Montpellier) und Yves Mvogo (PSV Eindhoven) muss sich Kobel keinesfalls verstecken - auch wenn es zuletzt gegen die Bayern vier schmerzhafte Gegentreffer setzte. 

Sosa trainiert individuell

  • Sechs Profis des VfB Stuttgart sind aktuell mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Dazu gehören Sasa Kalajdzic (Österreich), Wataru Endo (Japan), Konstantinos Mavropanos (Griechenland), Mateo Klimowicz (Deutschland U21) und Darko Churlinov (Nordmazedonien U21).
  • Das Vakuum auf dem Trainingsplatz füllten unter der Woche die U-21-Profis Sebastian Hornung, Matej Maglica, Marco Wolf und U-19-Kicker Leonhard Münst (U19) auf.
  • Derweil trainierte Borna Sosa, der seine Reise zur kroatischen U-21-Nationalelf aufgrund von Kniebeschwerden abgesagt hat, am Dienstag individuell.