VfB Stuttgart

Kempf, Klement, Thommy und Co.: Diese Profis könnten den VfB im Winter verlassen

Marc Oliver Kempf
Verlässt Marc Oliver Kempf den VfB Stuttgart bereits im Winter? © Danny Galm

Am 2. Januar 2022 öffnet sich das Transferfenster in der Fußball-Bundesliga. Der VfB Stuttgart hat aktuell 33 Profis in seinem Kader – das sind zu viele. Laut Sportdirektor Sven Mislintat soll es keine Zugänge bei den Schwaben geben: „Wir sind zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir mit diesem Kader unsere Ziele erreichen.“ Dass Spieler den VfB im Winter verlassen müssen, steht ebenfalls fest. "Es wird sicherlich den einen oder anderen Abgang geben“, sagte Trainer Pellegrino Matarazzo vor dem letzten Hinrunden-Spieltag. Wir blicken auf mögliche Wechselkandidaten.

Marc Oliver Kempf

Die Wechselgerüchte um den Innenverteidiger reißen nicht ab. Im Sommer dieses Jahres lehnte der 26-Jährige eine Vertragsverlängerung bei den Schwaben ab, sein Arbeitspapier läuft im Sommer 2022 aus. Damit scheint klar: Kempf will den VfB verlassen. Vor allem die Hertha aus Berlin soll ein Auge auf den Linksfuß geworfen haben, wie auch Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic jüngst bestätigte.

Die Frage ist also nicht ob, sondern wann Kempf den VfB verlässt. Auch ein Transfer in dieser Winterperiode scheint nicht ausgeschlossen, so könnten die Schwaben noch eine Ablöse einsacken. Ob Trainer Pellegrino Matarazzo angesichts der prekären sportlichen Lage in der Rückrunde auf seinen erfahrensten Innenverteidiger verzichten will, erscheint aber fraglich.

Prognose: Kempf verlässt den VfB – aber erst im Sommer 2022.

Philipp Klement

Der begnadete Linksfuß gilt als einer der heißesten Wechselkandidaten in Bad Cannstatt. Der 29-Jährige wechselte im Sommer 2019 an den Neckar und schaffte es bislang nicht, sich durchzusetzen. Über seine Reservistenrolle kam er in dieser Saison selten hinaus, nur gegen Aufsteiger Greuther Fürth zeigte Klement am ersten Spieltag eine starke Leistung. Aktuell setzt ihn eine Corona-Erkrankung außer Gefecht.

Dass der VfB seinen prallgefüllten Kader verkleinern will, ist kein Geheimnis. Ein Abgang von Philipp Klement, der in dieser Saison nur sechs Bundesliga-Einsätze vorzuweisen hat, wäre angesichts des Überangebots im Mittelfeld zu verkraften. Fraglich ist nur, ob der Linksfuß direkt verkauft oder nur verliehen wird.

Prognose: Klement wird (evtl. an einen ambitionierten Zweitligisten) verliehen – mit Kaufoption.

Erik Thommy

Der 27-Jährige spielte in der Saison 2019/20 eine starke Runde für Fortuna Düsseldorf. Mit großer Hoffnung kehrte der Leihspieler nach Stuttgart zurück, der Durchbruch gelang ihm unter Trainer Pellegrino Matarazzo trotzdem nicht. Lediglich drei Kurzeinsätze stehen bei dem schnellen Flügelspieler zu Buche, der in dieser Saison mit diversen Rückschlägen und einer Corona-Erkrankung zu kämpfen hatte.

Auch bei Thommy erscheint ein Wechsel im Winter wahrscheinlich. Auf den Außenbahnen ist der VfB mit Massimo, Silas, Führich, Sosa, Coulibaly und Co. gut aufgestellt, ein Abgang wäre zu verschmerzen. Bisher gibt es aber noch keine nennenswerten Interessenten, eine Leihe sowie eine feste Verpflichtung wäre denkbar.

Prognose: Thommy bleibt beim VfB – könnte aber im Sommer 2022 gehen.

Naouirou Ahamada

Der 19-Jährige hat in dieser Saison noch kein Bundesliga-Spiel für die Schwaben bestritten. Mehrere Verletzungen, unter anderem hartnäckige Achillessehnenprobleme, setzten den Jungprofi außer Gefecht. Eine Leihe könnte Sinn machen, um dem Mittelfeldspieler mehr Spielpraxis zu ermöglichen.

Das wird aber kaum passieren. "Naoui" gilt als große Zukunftshoffnung im Stuttgarter Zentrum und deutete dies in der abgelaufenen Saison auch schon an. Kapitän Gonzalo Castro musste unter anderem auch deswegen gehen, weil Profis wie Ahamada der nächste Entwicklungsschritt ermöglicht werden soll. Mit einer Leihe Ahamadas würde Sportdirektor Sven Mislintat seine eigene Transferpolitik infrage stellen.

Prognose: Ahamada bleibt beim VfB - ohne Wenn und Aber.

Momo Cissé

Ähnlich wie Erik Thommy leidet der 19-Jährige an dem Überangebot auf den Stuttgarter Flügeln. Der junge Mann aus Guinea kam im Sommer 2020 aus der zweiten französischen Liga an den Neckar und sollte langsam an die Profis herangeführt werden. In der laufenden Saison kam der Außenbahnspieler auf erst fünf Mini-Einsätze.

Das Potential, das Sven Mislintat bei der Verpflichtung Cissés erkannt hat, konnte der junge Mann noch nicht entfalten. Eine Leihe in die zweite Liga könnte dem 19-Jährigen in seiner Entwicklung guttun und ihn auch körperlich voranbringen. Das macht allerdings nur Sinn, wenn er viele Einsätze bekommt. Darauf wird der Sportdirektor in den Gesprächen auch pochen.

Prognose: Cissé wird verliehen – ohne Kaufoption.

Clinton Mola

Ein möglicher Abgang von Clinton Mola hängt stark mit der Personalie Kempf zusammen. Der englische U21-Nationalspieler kam in dieser Saison selten zum Einsatz, auch hier könnte eine Leihe Sinn machen, um Spielpraxis zu sammeln. Bei einem möglichen Abgang von Marc Oliver Kempf würde Mola im Kader des VfB aber eine wichtigere Rolle einnehmen und hinter Hiroki Ito zur die Nummer zwei aufsteigen. Deshalb macht es keinen Sinn, den 20-Jährigen abzugeben. Vor allem dann nicht, wenn Kempf bereits im Winter gehen sollte.

Prognose: Mola bleibt beim VfB.

Pascal Stenzel

Der 25-Jährige gilt in Stuttgart als Musterprofi und ist aus Sicht der Verantwortlichen sicher kein Profi, der abgegeben werden muss. Fraglich ist jedoch, ob sich der Rechtsfuß mit seiner Reservistenrolle zufriedengibt. Denn weder in der Stuttgarter Dreierkette noch auf den Flügeln kommt der Ex-Freiburger zum Einsatz.

Klar ist: Pellegrino Matarazzo kann sich auf Pascal Stenzel verlassen. Der 25-Jährige ist ein grundsolider Spieler, bei dem der VfB-Coach weiß, was er kriegt. Geht es nach den Verantwortlichen, bleibt der Abwehrspieler in Stuttgart. Sollte der Profi aber an den VfB herantreten und einen Wechselwunsch äußern, werden ihm die Schwaben wohl kaum Steine in den Weg legen.

Prognose: Stenzel bleibt beim VfB – erst im Sommer 2022 könnte ein Wechsel über die Bühne gehen.

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