VfB Stuttgart

Marc Oliver Kempf lehnt VfB-Vertragsangebot ab - Didavi-Verlängerung auf der Zielgeraden

Marc Oliver Kempf
Stuttgarts Marc Oliver Kempf in Aktion. Foto: Tom Weller/dpa © Tom Weller

Dem VfB Stuttgart droht im Sommer der Abschied von Innenverteidiger Marc Oliver Kempf. Der 26-Jährige hat das Angebot zur Verlängerung seines am 30. Juni 2022 auslaufenden Vertrags abgelehnt, wie Sportdirektor Sven Mislintat am Samstag (08.05.) sagte. «Wir haben ein Angebot abgegeben, bei dem es schwierig ist, es nochmal zu verbessern. Die Agentur von Kempfi und Kempfi selbst haben, Stand jetzt, entschieden, dieses Angebot nicht anzunehmen», erklärte der 48-Jährige.

«Sie haben einfach ganz klar gesagt, das ist nicht ausreichend. Und das ist in Ordnung.» Das bringe den VfB aber nun in eine schwierige Position. «Stand jetzt läuft es darauf hinaus, dass der Kempfi spätestens ab 30.6.2022 nicht mehr unser Spieler ist», sagte Mislintat am Morgen nach dem 2:1-Heimerfolg gegen den FC Augsburg.

Ausstiegsklausel im zweistelligen Millionenberich

Der Sportdirektor bestätigte, dass Kempf eine Ausstiegsklausel in seinem aktuellen Vertrag hat, für die ihn ein Club bis Ende Mai kaufen könnte. Die Höhe der Klausel liege im zweistelligen Millionenbereich, sagte Mislintat. «Er sucht jetzt einen wichtigen Vertrag in seiner Karriere, und das ist auch in Ordnung.» Der Innenverteidiger wird immer wieder mit seinem Jugendclub Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht, ein konkretes Angebot liegt jedoch noch nicht auf dem Verhandlungstisch.

So steht es um Mavropanos, Didavi und Kobel

Derweil strebt Mislintat im Fall von Verteidiger Konstantinos Mavropanos ein erneues Leihgeschäft an. Kaufen sei «in der aktuellen Situation schwierig». Man sei diesbezüglich in guten Gesprächen mit dem FC Arsenal.

Optimistisch zeigte sich der VfB-Kaderplaner auch mit Blick auf die Verhandlungen mit Mittelfeldspieler Daniel Didavi. Der Routinier soll seinen auslaufenden Vertrag ein Jahr plus Option verlängern. «Mit ihm sind wir in den letzten Zügen. Die Entscheidung liegt bei ihm. Da geht es noch um seine Rolle und seinen sportlichen Wert. Finanziell sind wir klar.»

Entspannt beobachtet Mislintat die Situation um Torhüter Gregor Kobel, der auf dem Wunschzettel von Borussia Dortmund stehen soll. Ein konkretes Angebot liege aktuell aber nicht vor.