VfB Stuttgart

Nach Hitzlsperger-Abschied: Klares Bekenntnis von Sven Mislintat zum VfB

Sven Mislintat
Nach VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo hat sich nun auch Sportdirektor Sven Mislintat zum angekündigten Abschied von Thomas Hitzlsperger geäußert. © Danny Galm

Vergangene Woche verkündete AG-Boss Thomas Hitzlsperger, dass er seinen Vertrag beim VfB Stuttgart nicht verlängert. Das bedeutet: Der Ex-Profi verlässt den Verein und damit seinen Posten als Vorstandsvorsitzender im Herbst 2022. Nun hat sich erstmals Sportdirektor Sven Mislintat zu der Thematik geäußert.

Mislintat will weiter einen "Top-Job" machen - egal in welcher Position

"Ich möchte diesen Weg, den wir hier angefangen haben, gerne weitergehen", sagte der 48-Jährige am Montag (20.09.) in der Presserunde nach dem Leverkusen-Spiel. An seiner "Einstellung zum und Identifikation mit dem Club" ändere sich durch Hitzlspergers Rückzug "null", betonte er.

Außerdem strebe er nach dem Abschied seines Bosses keine Beförderung an: "Es ist völlig unwichtig, ob ich hier am Ende Sportvorstand bin oder Sportdirektor. Das ist sowas von egal", sagte der Sportdirektor. "Es geht zuvorderst darum, einen Top-Job für diesen Club zu machen. Das wird - in welcher Position auch immer - mein Bestreben sein." Mislintats Vertrag läuft noch bis in den Sommer 2023.

Sportdirektor meldet sich via Instagram zu Wort

Wie der VfB die Nachfolge von Thomas Hitzlsperger regelt, sei die "Entscheidung des Aufsichtsrats", sagte Mislintat. "Gibt es nur einen Vorstandvorsitzenden? Gibt es nur einen Sportvorstand? Gibt es einen Vorstandsvorsitzenden und einen Sportvorstand? Gibt es einen Vorstandsvorsitzenden und Sportvorstand in Personalunion, wie es bisher war? Das gucken wir uns in Ruhe an." Die zentrale Frage für den VfB sei: "Können wir die Philosophie und den Weg, den wir beschritten haben, so weitergehen?"

Am Sonntag hatte sich Mislintat bereits über seinen Instagram-Account zu dem Thema geäußert. "Ich respektiere, bedauere aber die Entscheidung von Thomas, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen, sehr", so der Sportdirektor. Darüber sei für konstant erfolgreiche Fußballclubs nie entscheidend, wer geht. Entscheidend sei nur, wer folgt. 

Auf der Spieltags-Pressekonferenz vor der 1:3-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen hatte sich schon Trainer Pellegrino Matarazzo zu der Personalie Hitzlsperger geäußert. „Natürlich bin ich nicht happy mit seiner Entscheidung. Aber er hat seine Gründe bekanntgegeben und die werde ich natürlich akzeptieren." Er habe sich bei seinem Wechsel zu den Schwaben im Dezember 2019 „nicht nur für den Verein entschieden, sondern auch für die Leute, mit denen ich zusammenarbeite“, so der Coach des Bundesligisten.