VfB Stuttgart

Stürmer Sasa Kalajdzic fällt aus: Wie der VfB gegen Dortmund spielen könnte

Pellegrino Matarazzo
Nachdenklicher und kritischer Blick von Pellegrino Matarazzo: Wie ersetzt der VfB-Coach seinen Stürmer Sasa Kalajdzic gegen Borussia Dortmund? © Danny Galm

Am Mittwochmorgen (06.04.) erreichte die Verantwortlichen im roten Clubhaus an der Mercedesstraße eine Hiobsbotschaft: Stürmer Sasa Kalajdzic hat sich mit Corona infiziert. Damit fehlt der Angreifer dem VfB Stuttgart im Heimspiel gegen Borussia Dortmund (08.04.) und muss ersetzt werden. Wir erklären, welche Optionen Trainer Pellegrino Matarazzo nun hat.

"Trichter" vor der Abwehr: Bekommt Mangala seine Chance?

Gerade erst hatte Sasa Kalajdzic nach langer Verletzungspause wieder zu seiner alten Form zurückgefunden, nun wirft den Stürmer seine zweite Corona-Infektion zurück. Auch zum Leidwesen von Pellegrino Matarazzo: Der VfB-Coach vertraute zuletzt immer wieder auf dieselbe Aufstellung im Angriff, wollte ein eingespieltes Team auf dem Rasen sehen. Nun muss er umbauen und seinen Angriff rund um Zielspieler Kalajdzic neu aufstellen.

Welche Elf der Trainer gegen Dortmund auf den Rasen schickt, hängt vor allem von der Mittelfeld-Achse der Stuttgarter ab. Das Trio rund um Wataru Endo, Chris Führich und Atakan Karazor funktionierte in den letzten Spielen so gut, dass Orel Mangala nur ein Platz auf der Bank blieb. Ist Matarazzo bereit, seinen "Trichter" vor der Abwehr umzubauen? Rutscht Führich auf die Außenbahn, Tiago Tomas in die Sturmspitze und Orel Mangala ins Zentrum? Vieles spricht dafür.

Grund 1: Chris Führich und Orel Mangala

Der gelernte Angreifer kam in den letzten Spielen als zentraler Mittelfeldspieler zum Einsatz. Durch seine defensive Laufarbeit und seine hohe Intensität tat er dem Stuttgarter Spiel gut. Die Ballsicherheit von Orel Mangala war in den körperbetonten Kellerduellen weniger gefragt.

Gegen Dortmund wartet allerdings ein anderes Spiel auf den VfB. Führich könnte mit seinen intensiven Läufen auf den Flügel ausweichen und so der oft weit aufgerückten Dortmunder Abwehr wehtun. Orel Mangala könnte gegen ein starkes BVB-Mittelfeld für Ballsicherheit sorgen und Ruhe ins Spiel bringen. So können beide VfB-Profis ihre Stärken auf den Gegner zugeschnitten einbringen.

Grund 2: Tiago Tomas

Der Angreifer, der erst im Winter von Sportdirektor Sven Mislintat an den Neckar gelotst wurde, erwies sich direkt als Soforthilfe. Mit seiner leidenschaftlichen Spielweise, seinem Tempo und seinem Tiefgang tut der junge Portugiese dem VfB-Spiel sichtlich gut. Gegen Leverkusen traf er als Kalajdzic-Ersatz doppelt, gegen Augsburg gelang dem Neuzugang der umjubelte 3:2-Siegtreffer.

Der teils behäbigen Dortmunder Abwehr um Mats Hummels oder Emre Can kann Tomas mit seinen tiefen Läufen und seinem Zug zum Tor ordentlich zusetzen. Als ständiger Unruheherd im Sturmzentrum könnte der flinke Angreifer, der auch seinen Körper einzusetzen weiß, gegen den BVB genau richtig aufgehoben sein. Auf dem Flügel könnte für den Angreifer wie bereits beschrieben Chris Führich auflaufen.

Grund 3: Die schwache zweite Reihe

Sollte Pellegrino Matarazzo an seinem Trio vor der Abwehr festhalten, bleibt ein Platz im Angriff offen. Dann hat er mehrere Optionen: Sowohl Alexis Tibidi als auch Tanguy Coulibaly könnten beide in der Spitze oder auf der Außenbahn spielen. Vor allem Coulibalys starke Leistung beim 5:1 in Dortmund letzte Saison dürfte ein Argument für diese Lösung sein.

Aber: Tanguy Coulibaly ist von seinen Leistungen der vergangenen Spielzeit weit entfernt, auch Alexis Tibidi riss als Einwechselspieler in den letzten Partien keine Bäume aus. Dass Pellegrino Matarazzo einen der beiden von Beginn an bringt, scheint eher unwahrscheinlich. Weitere Alternativen wie Mateo Klimowicz, Roberto Massimo (beide Formtief) oder Daniel Didavi (Trainingsrückstand) fallen kategorisch weg.

So könnte der VfB spielen:

Müller - Stenzel, Mavropanos, Ito, Sosa - Endo, Karazor, Mangala - Marmoush, Führich - Tomas

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