VfB Stuttgart

VfB Stuttgart im Aufwind: Zwei Schlüsselspiele - und fünf Gründe für Zuversicht

Fußball Union Berlin vs. VfB Stuttgart
Kommt offenbar gerade noch rechtzeitig ins Rollen: VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic (hier entwischt er Unions-Verteidier Paul Jäckel) © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart trifft am Samstag (19.03.) auf den FC Augsburg und am darauffolgenden Spieltag (02.04.) auf Arminia Bielefeld. Zwei absolute Schlüsselspiele im Kampf um den Ligaverbleib. Und gerade rechtzeitig zur heißen Saisonphase scheinen die Schwaben ihre Form gefunden zu haben. Fünf Gründe, warum der VfB für die kommenden Wochen gut gerüstet ist.

1. Comeback des Traumduos: Lange Zeit haben die Fans auf diese Momente warten müssen. Flanke Borna Sosa, Treffer Sasa Kalajdzic. Das Stuttgarter Traumpaar aus der vergangenen Spielzeit meldet sich endlich wieder zurück, nachdem der Abnehmer für die butterzarten Sosa-Flanken fast die komplette Hinrunde verletzungsbedingt gefehlt hatte. Nun sind beide fit und ihre Formkurve zeigt nach oben. Drei Mal hat die Kombination in den letzten sechs Spielen zum Erfolg geführt, Sosa ist zudem mit sechs Torvorlagen der beste VfB-Vorbereiter der laufenden Runde.

2. Taktische Umstellung greift: Der Wechsel von der Dreier- auf eine Viererkette in der Abwehr zahlt sich allmählich aus. Die Defensive steht inzwischen deutlich stabiler, was vor allem an Atakan Karazor liegt, der auf der Sechserposition viel Druck von der Abwehrreihe nimmt und mit seinem guten Passspiel auch im Aufbauspiel für Sicherheit sorgt. Weiter strahlt das Offensivspiel mit Winter-Zugang Tiago Tomas, Omar Marmoush, Chris Führich und Sasa Kalajdzic endlich wieder Torgefahr aus. Auch die Chancenauswertung hat sich im Vergleich zur Hinrunde verbessert.

3. Konkurrenz schwächelt: Es war vermutlich die Meldung der bisherigen Saison: Trainer-Urgestein Felix Magath soll Hertha BSC Berlin vor dem Absturz in die 2. Liga bewahren. Die Berliner haben im Kalenderjahr 2022 noch keinen Sieg eingefahren und sind mittlerweile auf den 17. Tabellenplatz abgeschmiert. Arminia Bielefeld blieb zuletzt dreimal in Folge erfolg- und torlos. Auch der FC Augsburg konnte von den letzten zehn Partien nur zwei gewinnen. Sprich: Die Konkurrenz des VfB reißt wahrlich keine Bäume aus. Und die direkten Duelle haben die Schwaben alle noch vor der Brust. 

4. Keine Personalsorgen mehr: Inzwischen tummelt sich sogar Mohammed Sankoh wieder auf dem Trainingsgeländer an der Mercedesstraße. Der 17-Jährige Angreifer hatte sich am 1. Spieltag eine schwere Knieverletzung zugezogen. Am Dienstag (15.03.) durfte er nun erstmals wieder Rasen riechen. Mit Ausnahme des an der Schulter verletzten Silas Katompa Mvumpa, Nikolas Nartey (Knieverletzung) und Lilian Egloff (Rückenprobleme) kann der Trainer personell aus dem Vollen schöpfen, was in der Hinrunde aufgrund von Verletzungen und Corona-Fällen eigentlich zu keinem Zeitpunkt der Fall war. Das wiederum hat zur Folge, dass immer wieder Profis (zuletzt Didavi, Massimo, Klimowicz und Faghir) in einem Regionalliga-Spiel der zweiten Mannschaft zum Einsatz kamen.

5. Resilienz gesteigert: Setzte es gegen Frankfurt (2:3), Bochum (1:1) und Hoffenheim (1:2) in der Schlussphase noch besonders schmerzhafte Gegentreffer in der Schlussphase, so drehten die Stuttgarter in den jüngsten Duellen mit Gladbach (3:2) und Union Berlin (1:1) den Spieß um und waren selbst kurz vor dem Abpfiff erfolgreich. Besonders beim emotionalen Comeback gegen die Elf vom Niederrhein, als das der VfB einen 0:2-Rückstand noch in einen Heimsieg drehte, bewies die Elf von Matarazzo eine neue Widerstandsfähigkeit. Mit Rückschlägen kommt das Team inzwischen deutlich besser zu Recht, der Glaube an die eigene Stärke ist wieder da. Und mit ihm die Hoffnung auf ein Happy End dieser komplizierten Saison.

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