VfB Stuttgart

VfB Stuttgart vor St. Pauli: Warum in den kommenden Wochen viele Punkte winken

Jamie Leweling und der VfB Stuttgart peilen auf St. Pauli die nächsten drei Punkte an.
Jamie Leweling und der VfB Stuttgart peilen auf St. Pauli die nächsten drei Punkte an. © Hansjürgen Britsch

Stuttgart. Für den VfB Stuttgart steht am Samstag (15.30 Uhr/ Sky) das nächste Auswärtsspiel in der Bundesliga an. Nach dem 3:0-Sieg im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Holstein Kiel geht es für die Schwaben nun im Ligabetrieb ein weiteres Mal in den Norden, nun zum FC St. Pauli in Hamburg. Gleichzeitig läutet die Partie richtungsweisende Wochen ein: Neben den wichtigen Play-offs in der Europa League gegen Celtic Glasgow stehen in der Bundesliga nun fünf aufeinanderfolgende Spiele gegen vermeintlich schlagbare Gegner an – wir ordnen die kommenden Aufgaben des VfB ein.

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VfB Stuttgart will die Schwächen St. Paulis ausnutzen

Schon nach dem Pokalspiel in Kiel richteten die Akteure des VfB Stuttgart erste Blicke auf das Ligaspiel gegen St. Pauli. „Sie haben noch mehr individuelle Klasse als Kiel, spielen guten Fußball“, sagte Deniz Undav. „Ihnen fehlt aber irgendwie der letzte Punch, das versuchen wir natürlich auszunutzen.“ In der Tat hapert es bei St. Pauli besonders in der Offensive, 18 geschossene Tore sind die schlechteste Ausbeute aller Vereine.

Die Kiezkicker stehen auf dem 17. Tabellenplatz, haben bereits vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Für das Team des in Bad Cannstatt geborenen Trainers Alexander Blessin wird es also langsam richtig eng im Abstiegskampf. St. Pauli plagen zudem Verletzungssorgen: Mittelstürmer Ricky-Jade Jones und wahrscheinlich auch Verteidiger Hauke Wahl fallen aus, dazu ist Abwehrchef Eric Smith fraglich – erhebliche Schwächungen in Offensive und Defensive.

Vorsicht vor dem Millerntor: VfB erwartet hitzige Stimmung

Dennoch: Im Stadion am Millerntor herrscht eine Atmosphäre, die für keine Mannschaft einfach zu bespielen ist. „Gerade mit dem Publikum im Rücken wird es für uns nicht einfach“, sagt Sportvorstand Fabian Wohlgemuth. St. Pauli sei eine Mannschaft, die wisse, wie man Gegner wie den VfB bekämpft. „Wir hatten im Hinspiel auch unsere Probleme und haben das nicht so souverän durchgezogen.“

Wegdiskutieren kann der VfB aber nicht, dass er als 2026 in der Liga ungeschlagener Viertplatzierter als Favorit nach Hamburg reist – und diese Rolle auch in den kommenden Wochen haben wird. Nach dem Gastspiel auf St. Pauli kommt der Aufsteiger 1. FC Köln in die MHP-Arena, dann geht’s zum Tabellenschlusslicht Heidenheim, bevor die Spiele gegen Wolfsburg (14. Platz) und Mainz (16.) folgen. Kurzum: In der Liga hat der VfB die Chance, seine ohnehin historisch starke Punktausbeute von 39 Zählern nach 20 Spielen – nur 2023/24 waren es 40 Punkte – weiter auszubauen. In der Hinrunde gewann die Hoeneß-Elf jedes dieser fünf Spiele, holte also 15 Punkte. Bei ähnlichen Ergebnissen in der Rückrunde könnten sich die Schwaben mit gehörigem Nachdruck in den Champions-League-Rängen festspielen, eventuell sogar ein Polster vor den dann anstehenden schwierigeren Aufgaben schaffen.

VfB Stuttgart: Spagat zwischen Liga und EL weiter ein Thema

Dennoch gilt es – wie Trainer Sebastian Hoeneß so häufig betont – nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen. Gleichzeitig herrscht bei solchen vermeintlich leichten Partien nämlich auch gehörig Stolpergefahr für Teams aus höheren Gefilden. Und zwischen den Partien gegen Köln, Heidenheim und Wolfsburg liegen noch die wichtigen und körperlich wie mental anstrengenden Play-off-Partien in der Europa League gegen Celtic Glasgow.

Der VfB ist in allen drei Wettbewerben – Bundesliga, Europa League und nun auch DFB-Pokal – sehr gut dabei. In der Liga markiert das Spiel auf St. Pauli nun den Auftakt einer Phase, in der jene Ausgangslage noch weiter verbessert werden kann.

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