VfB vor CL-Duell in Bratislava: Chabot fit, Sauer kehrt in Geburtsstadt zurück
Stuttgart/Bratislava. Die gute Nachricht kommt noch vor dem Abflug. Jeff Chabot steht am Dienstagvormittag wieder auf dem Rasen des Robert-Schlienz-Stadions. Um 10.30 Uhr versammelt sich der VfB Stuttgart zum Abschlusstraining vor der ersten Auswärtsreise dieser Champions-League-Saison, 24 Feldspieler und drei Torhüter sind dabei. Und eben jener Innenverteidiger, dessen Auswechslung beim 2:0 in Paderborn am Samstag zunächst Anlass zur Sorge gegeben hatte. Chabot hatte muskuläre Beschwerden, eine Untersuchung am Sonntag ergab jedoch keine schwerwiegende Verletzung. Der Abwehrchef kann also mit nach Bratislava fliegen.
Es wäre ungünstig gewesen, auf ihn verzichten zu müssen. In Paderborn hatte Chabot nicht nur selbst getroffen, sondern auch dazu beigetragen, dass der VfB ohne Gegentor blieb. Nun wartet mit Slovan Bratislava ein Gegner, der sich seit dem letzten Duell mit den Stuttgartern verändert hat. Im Januar 2025 gewann der VfB dort in der Champions-League-Ligaphase mit 3:1. Knapp zwei Jahre später ist der slowakische Rekordmeister wieder Gastgeber – und hat einen prominenten Mann auf der Trainerbank.
Touré ist der erste afrikanische Cheftrainer in der Champions League
Yaya Touré, der frühere Weltklasse-Mittelfeldspieler und Champions-League-Sieger mit dem FC Barcelona, übernahm Slovan zu Saisonbeginn. Für den früheren Profi ist es die erste Station als Cheftrainer. Zuvor arbeitete er unter anderem in der Akademie von Tottenham Hotspur und als Assistent der saudi-arabischen Nationalmannschaft. Mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet, führte er Bratislava durch die Qualifikation: Gegen den schwedischen Club Mjällby AIF setzte sich Slovan mit zwei Siegen durch. Touré ist damit der erste afrikanische Cheftrainer in der Champions League.
Der Start in die Ligaphase verlief weniger erfreulich. Beim Titelverteidiger Paris Saint-Germain verlor Slovan 1:6. Auch national läuft es für den 32-maligen Meister bislang nicht nach Wunsch: In der slowakischen Liga steht der Titelverteidiger derzeit nur auf Rang vier.
Für einen Stuttgarter wird die Reise nach Bratislava auch persönlich besonders: Leo Sauer. Der Linksaußen wurde in Bratislava geboren und spielte dort in seiner Jugend bis 2018 für Slovan, ehe ihn sein Weg über Žilina und Feyenoord Rotterdam in die Bundesliga führte. Beim VfB kam er bislang vor allem zu Kurzeinsätzen. In der Champions League gegen Stavanger durfte er 19 Minuten ran, in vier Ligaspielen sammelte er insgesamt 36 Einsatzminuten.
So ist der Reiseplan des VfB Stuttgart
Nach dem Abschlusstraining und einem gemeinsamen Mittagessen im Clubzentrum hebt der VfB-Tross um 15 Uhr in Richtung Slowakei ab. Am Abend wird Leo Sauer bei der Pressekonferenz neben Cheftrainer Sebastian Hoeneß sitzen. Für den in Bratislava geborenen Linksaußen ist die Reise eine Rückkehr an einen besonderen Ort. Ob er gegen seinen früheren Jugendverein auch auf dem Platz eine größere Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten. Auf seiner Position konkurriert er unter anderem mit Chris Führich, der sich zuletzt in guter Form präsentierte und auch beim 2:0 in Paderborn überzeugte. Ein Startelfeinsatz am Mittwoch um 21 Uhr wäre deshalb eher eine Überraschung – ausgeschlossen ist er aber keineswegs.


