VfB Stuttgart

VfB-Youngsters überzeugen: Lilian Egloff und Enzo Millot drängen in die Startelf

Lilian Egloff
Wenn Lilian Egloff (am Ball) so weiter spielt, winken ihm bald mehr Einsatzzeiten beim VfB Stuttgart. © Danny Galm

Mit Tiago Tomas, Silas oder Naouirou Ahamada beweist der VfB Stuttgart: Das Projekt „Junge Wilde 2.0“ kann erfolgreich sein. Trainer Pellegrino Matarazzo und Sportdirektor Sven Mislintat wollen die Schwaben verjüngen und auf entwicklungsfähige Spieler setzen. Mit Lilian Egloff und Enzo Millot klopfen bereits die nächsten beiden Youngsters an. Mit überzeugenden Leistungen drängen die beiden in die Startelf. Doch wie hoch sind ihre Chancen, beim VfB durchzustarten?

Lilian Egloff macht Druck auf die erfahrenen VfB-Profis

Beim Auswärtsspiel in Bremen kam Lilian Egloff zu seinem bisher längsten Bundesliga-Einsatz. Rund 15 Minuten durfte der 19-Jährige im Weser-Stadion ran, so lange wie noch nie. Obwohl das Eigengewächs bereits seit dem Jahr 2020 im Bundesliga-Kader des VfB steht, gelang ihm noch nicht der Durchbruch. In der jüngeren Vergangenheit musste sich Egloff immer wieder mit Verletzungen herumplagen.

Den langen Einsatz gegen Bremen „hat er sich verdient“, so Trainer Pellegrino Matarazzo. „Er hat eine gute Vorbereitung gespielt, seine Formkurve zeigt nach oben.“ Der offensive Mittelfeldspieler habe gezeigt, dass er „in der Lage ist, ein Spiel entscheidend zu beeinflussen.“ Viel Lob vom Coach - doch hat Egloff auch Chancen auf mehr Spielzeit?

„Lilian ist aktuell in der Rolle des Herausforderers. Er soll Druck machen auf die Spieler, die auf dem Platz stehen“, erklärte Matarazzo am Rande der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Freiburg-Spiel. Wenn der junge Profi ins Spiel kommt, soll er performen und der Mannschaft Impulse geben. "Wenn er das macht, gewinnt er immer mehr Spielzeit. Dann ist irgendwann auch mal ein Startelf-Einsatz drin.“

Konkurrent Enzo Millot: Stratege mit feinem linken Fuß

Das Problem von „Li“ Egloff ist aber die enorme Konkurrenz im offensiven Mittelfeld. Gleich mehrere Profis streiten sich um die drei Plätze im Trichter vor der Abwehr. „Von der Position her sehe ich ihn als rechten offensiven Achter oder in der Doppelspitze, wo er sich auch mal ins Mittelfeld kippen lassen kann.“ Matarazzo habe das Eigengewächs auch gefragt, ob er sich die Position des Wingbackers vorstellen könnte. „Das ist aber eher mittelfristiger gedacht.“

Der Hauptkonkurrent um einen der Plätze im Zentrum ist aktuell Enzo Millot. Ähnlich wie Egloff spielt der junge Franzose am liebsten auf der Position des Achters und wusste in der Vorbereitung ebenfalls zu überzeugen. Sehen wir die beiden Youngsters also bald gemeinsam auf dem Platz? „Das ist abhängig davon, wie die Spielsituation ist und wie viel offensives Risiko wir gehen wollen“, so Pellegrino Matarazzo.

Matarazzo: Egloff und Millot "sind Spieler mit Zukunft bei uns"

Trotz ähnlicher Positionen sind die beiden unterschiedliche Spielertypen. „Enzo ist eher ein Spieler, der dem Spiel Rhythmus geben kann, der einen sehr feinen linken Fuß und eine gute Übersicht hat. Li hat dafür eine andere Dynamik und Geschwindigkeit in seinen Aktionen, er kann Räume gut bespielen.“

Wann und in welcher Situation er einem der beiden mehr Einsatzminuten geben kann, erklärte Matarazzo wie folgt: „Wenn wir im Spiel wie gegen Leipzig mehr Kontrolle im Zentrum brauchen, dann bringe ich einen Spieler wie Enzo Millot. Wenn wir mehr Umschaltmomente brauchen, dann Li Egloff.“

Klar ist: Die Youngsters drängen mit aller Macht in die Startelf. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis die beiden mehr Einsatzzeiten bekommen. „Es freut mich, dass beide auf einem guten Niveau sind und gut performen“, so der VfB-Coach. Gut möglich, dass Lilian Egloff oder Enzo Millot gegen den SC Freiburg schon früher eingewechselt werden als gegen Bremen und Leipzig. Denn: „Beide sind Spieler mit Zukunft bei uns.“