VfB Stuttgart

Was Matarazzo zu den drei VfB-Rückkehrern und zur Zukunft von Mislintat sagt

Pellegrino Matarazzo
VfB-Cheftrainer Pellegrino Matarazzo musste beim Trainingsauftakt auf einige wichtige Spieler verzichten. © Danny Galm

Mit den drei Ex-Profis Sami Khedira, Philipp Lahm und Christian Gentner hat der VfB Stuttgart seine Strukturen im Bereich Sport erweitert. Die mitunter skurille Vorstellung des Trios hatte dabei Anfang der Woche bei vielen Fans für Verwunderung gesorgt. Und die Zukunft von Sportdirektor Sven Mislintat in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Auf der Pressekonferenz vor dem kommenden Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt hat sich nun auch Trainer Pellegrino Matarazzo zur Thematik geäußert.

„Chance für den VfB, dass wir weiter vorankommen“

Das Trio hieß der Coach in jedem Fall herzlich willkommen: „Mit den drei Jungs konnten wir drei großartige Persönlichkeiten für den VfB gewinnen.“ Angst vor einem Ende der Amtszeit von Sven Mislintat am Wasen hat der Trainer derweil nicht: „Warum sollte ich Angst haben, wenn ständig kommuniziert wird, dass man die Ergänzungen als Erweiterung sieht und Kontinuität erwünscht ist?“ Die Einbindung von Khedira und Lahm als Berater des Vorstandes und Christian Gentner als Leiter der Lizenzspieler-Abteilung sieht er vielmehr als „Chance für den VfB, dass wir weiter vorankommen.“

Dabei dürfte Matarazzo mit den beiden Weltmeistern von 2014 im Alltagsgeschäft kaum Berührungspunkte haben. Mit dem langjährigen Kapitän Gentner, der laut Vorstandschef Alexander Wehrle auch als Bindeglied zwischen Trainer und Sportdirektor arbeiten soll, hingegen schon.

„Über die Aufgabenverteilung bzw. die genaue Rolle von Christian haben wir nicht gesprochen, dafür haben wir aber auch noch ein paar Monate Zeit, um das durchzugehen und zu diskutieren“, sagte Matarazzo, der grundsätzlich aber den Mehrwert der künftigen Zusammenarbeit betonte: „Christian soll als Erweiterung im sportlichen Bereich agieren. Und wenn die Aufgaben klar verteilt sind, jeder seinen Verantwortungsbereich hat und gut kommuniziert wird, dann wird das auch ein Gewinn sein.“

Knirscht es im Verhältnis zwischen Mislintat und Matarazzo?

Thematisiert wurde am Donnerstag (15.09.) auch das Verhältnis zwischen Matarazzo und Mislintat. Und dass es in der täglichen Zusammenarbeit zwischen ihm und seinem Vorgesetzten gerne auch mal lauter werden kann und die beiden Experten nicht immer einer Meinung sind, wollte Matarazzo erst gar nicht dementieren, ordnete aber ein: „Dass es dann auch mal knallen kann, ist völlig normal. Das ist das normale Spannungsfeld zwischen einem Sportdirektor und einem Trainer.“ 

Zur Zukunft von Mislintat über den Sommer 2023 hinaus sagte Matarazzo: „Es würde dem VfB guttun, mit Sven Mislintat zu arbeiten. Seine Expertise ist nicht alltäglich. Er ist echt ein absoluter Fachmann, der sehr gut ist in seinem Bereich und für den VfB extrem wichtig ist.“