50 Jahre ZVW

So hat sich das Remstal verändert: Einst und heute im ZVW-Kalender-Vergleich

kalender2022-1 Zeitreise: Der ZVW-Kalender fürs Jahr 2022.
Zeitreise: Der ZVW-Kalender fürs Jahr 2022. © Joachim Mogck

Der ZVW-Zeitreise zweiter Teil – nach dem „Damals und heute“-Memo-Spiel gibt es nun auch einen Kalender fürs Jahr 2022, der historische und aktuelle Stadtansichten aus der Gegend an Rems und Murr einander gegenüberstellt.

Blick auf den Waiblinger Marktplatz anno 1932 – was fällt auf? Beim flüchtigen Hinsehen vor allem, dass die Giebel- und Fassaden-Konturen frappierend denen von 2021 ähneln. Hoppla, so viel hat sich ja gar nicht verändert ... aber halt. Heute gibt es da viel mehr schmuck freigelegtes Fachwerk als seinerzeit, als die meisten Häuser noch schlicht verputzt waren. Und: Geselliger mutet das Innenstadtpanorama heute an – viele Kaffee-Genießer im Freien unter ausladenden Sonnenschirmen. En passant erzählen die beiden Fotos viel über eine wichtige geschichtliche Veränderung: Im Jahre 1932 lag die Wochenarbeitszeit in Deutschland durchschnittlich bei etwa 42 Stunden – wer hätte da am helllichten Werktag mal eben Zeit für einen Latte oder Espresso finden sollen (abgesehen davon, dass derlei Getränk damals in Waiblingen noch nicht en vogue war)? Zum Vergleich heute: etwa 38 Stunden bei Vollzeitkräften, 18 bei Teilzeit-Tätigen – macht zusammen gut 30 beziehungsweise pro Woche zwölf Stunden mehr Freizeit.

Sind das Kuhfladen in der Wilhelmstraße?

Viele solcher Motive – damals schwarz-weiß, heute farbig – zeigt der Kalender.

Stark verändert: die Backnang-Ansicht 1875 und heute.

Doppelt schön: der baumumstandene Schorndorfer Feuersee.

Ein Hingucker: Durch die Winnender Marktgasse knarrten 1894 noch Leiterwagen und Viehkutschen, während heute zum Glück keine Autos knattern, sondern Fußgänger flanieren.

Ziemlich schlammig aufgewühlt, dreckig und wohl auch nicht frei von Kuhfladen: die Wilhelmstraße in Welzheim 1909. Heute wirkt die Passage nicht nur modernisiert, sondern vor allem blitzsauber. Beschaulich ist sie immer noch.

Der Kalender, gedruckt auf hochwertigem Papier, lässt sich so aufhängen, dass man jeweils die alte Ansicht auf der Rückseite und die neue Fassung auf der Vorderseite eines Blattes gleichzeitig übereinander sieht. Am Format wurde nicht gespart – 35 Zentimeter hoch und 50 Zentimeter breit.

Für den Kalender hat Joachim Mogck alte Fotos gesammelt, die Stadtarchive, Museen, Privatleute ihm dankenswerterweise zur Verfügung stellten – und dann rekonstruierte er jeweils präzise den damaligen Standort seiner knipsenden Urahnen und postierte sich ebenfalls dort, bevor er den Auslöser drückte.

Vergessen wir nicht das Memo-Spiel

Erinnert sei auch noch einmal an der ZVW-Zeitreise ersten Teil: Das ZVW-Memospiel „Damals und heute im Rems-Murr-Kreis“ kombiniert den Gedächtnistraining-Spaß eines klassischen Memorys mit dem Staun-Effekt, der sich einstellt, wenn wir heutige Stadtbilder mit der urbanen Optik an Rems und Murr vor 70, 100 oder gar 120 Jahren vergleichen. Das Prinzip ist also dasselbe wie beim Kalender – 64 Karten, 32 Doppelmotive.

Sowohl der Kalender (Preis: 24,90 Euro) als auch das Memo-Spiel (12,99 Euro) ist erhältlich via www.zvw-shop.de.

zvw-shop.de: Die jetzt noch flottere Adresse

Bei der Gelegenheit noch ein paar Worte zu eben jenem ZVW-Onlineshop: Er wurde unlängst überarbeitet und glänzt seither mit einem noch moderneren und funktionaleren Auftritt. Leserinnen und Leser der gedruckten oder digitalen Zeitung und Nutzer von ZVW+ melden sich einmalig an – natürlich ohne zusätzliche Kosten – und können mit ein und demselben Passwort alle digitalen Angebote nutzen, auch den Shop. Im Shop muss man nur einmal seine Daten hinterlegen und kann weitere Angebote nutzen. Die Zahlungsmöglichkeiten reichen von Lastschrift über PayPal bis Rechnung.