Chris Führich weiter formstark für den VfB: Darum ist er derzeit unverzichtbar
Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat es beim 1:1-Unentschieden gegen Union Berlin verpasst, an den starken Jahresstart mit den Siegen gegen Leverkusen und Frankfurt anzuknüpfen. Ein Profi, der sich das nicht vorwerfen lassen muss, ist Chris Führich. Der Flügelspieler traf gegen die „Eisernen“ zum zwischenzeitlichen 1:0 – und bestätigte seine bärenstarke Form nicht nur mit seinem Treffer. Wir erklären, warum es Trainer Sebastian Hoeneß schwer haben wird, Chris Führich wieder aus der Startelf zu nehmen.
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VfB: Chris Führich krönt starke Woche mit dem Führungstreffer
Vor der Saison hatte sich Chris Führich viel vorgenommen. Rückennummer zehn, neue Vorsätze, dahin gehend offene und ehrgeizige Kommunikation – der Flügelflitzer wollte zeigen, dass seine fabelhafte Vizemeistersaison 2023/24 keine Eintagsfliege war. Ein Vorhaben, das zu Beginn der aktuellen Spielzeit zu scheitern drohte. Nur ein Assist bis Mitte Oktober und für einen Spieler seines Anspruchs zu wenig Spielzeit ließen Zweifel aufkommen – die Führich bereits zum Jahresende 2025 hin mit starken Jokereinsätzen eindämmen konnte. Und spätestens seit dem neuen Jahr auch aus der Startelf heraus gänzlich verstummen ließ.
Eine Vorlage gegen Leverkusen, dazu das Tor gegen Union Berlin zur Führung, das nach seiner Auswechslung nicht zum Sieg reichen sollte: Auch in jenen für Offensivspieler relevanten Statistiken liest sich der Name Führich nun häufiger, gemeinsam mit Ramon Hendriks war er der mit Abstand stärkste VfB-Spieler auf dem Feld. „Er war sehr auffällig und ein Aktivposten für uns“, sagte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß nach dem Spiel gegen Union.
Auch Union-Coach Steffen Baumgart lobt Chris Führich
Ob als „Zehner“ oder auf dem linken Flügel: Chris Führich schafft es derzeit wieder, mit seinen engen Dribblings und schnellen Antritten dem VfB Stuttgart einen Mehrwert zu bieten. Er bindet Gegenspieler, fordert aktiv Bälle von seinen Teamkameraden – was gegen Union nicht nur bei seinem Treffer in gefährlichen Angriffen mündete. Sein Tor gegen Berlin war dennoch etwas atypisch, ging sein Abschluss doch nicht ins lange, sondern ins kurze Torwarteck. „Das war nicht zu erwarten, das hat er gut gemacht“, lobte selbst Union-Trainer Steffen Baumgart nach dem Spiel. Insgesamt wirkt Chris Führich wieder effizienter und geradliniger – wie es ihn in seiner bislang stärksten Saison 2023/24 ausgemacht hat.
Ist Führich mit diesem Profil überhaupt aus der VfB-Startelf wegzudenken? Trainer Hoeneß sagt dazu: „Er ist in guter Form, das ist wichtig für uns. Da gibt es nicht viele Gründe, daran etwas zu ändern.“ Dies qualifiziere immer für weitere Spielzeit und Startelf-Einsätze. Doch apropos Spielzeit: Beim VfB ist nach der englischen Woche vor der englischen Woche. So wichtig Chris Führich derzeit für die Schwaben ist, irgendwann wird ihn die Belastungssteuerung dennoch treffen. „Wir werden auch wieder in die Wochen kommen, wo wir die Spielzeit auf mehrere Schultern verteilen als in den ersten drei Spielen des Jahres“, so Hoeneß.
Trifft die Rotation auch den formstarken Führich?
Chris Führich schlägt in diesen Tagen viel Wertschätzung entgegen, die er Stand jetzt zurückzahlt. Es scheint, als hätte er sich festgespielt – solange er aufgrund des hohen Pensums keine Pause braucht. Diese Form gilt es nun zu konservieren, da die kommenden Wochen nicht einfacher werden. Und weil die Konkurrenz auf den offensiven Mittelfeldpositionen nicht schläft, mit Afrika-Cup-Rückkehrer Bilal El-Khannouss nicht kleiner wird. Eines ist aber klar: In seiner aktuellen Verfassung muss sich Chris Führich nicht verstecken.



