VfB Stuttgart

VfB Stuttgart auf der Suche nach Stabilität: Rückkehrer und Neuzugang als letzte Hoffnung?

Fußball VfB Stuttgart vs. SC Freiburg
Kapitän Wataru Endo schleicht mit gesenktem Kopf vom Platz, während SC-Trainer Christian Streich in Jubel ausbricht: Die 2:3-Niederlage gegen Freiburg war für den VfB Stuttgart schmerzhaft. © Pressefoto Baumann

5:1, 0:4, 2:3. Der VfB Stuttgart hat diese Saison schon einiges erlebt. Erst die Gala gegen Aufsteiger Fürth, dann die Klatsche bei Vizemeister Leipzig und nun dieses packende Landesduell mit dem SC Freiburg. Auch gegen die Badener zeigten die Schwaben am Samstag große Schwankungen, lagen nach einer miserablen Anfangsphase schon 0:3 zurück, kämpften sich kurz vor der Pause wieder heran und verloren letztlich dennoch mit 2:3 (2:3).

Problem Transfermarkt: Zeit und Budget sind knapp

Es ist ein Auf und Ab für den VfB in der Fußball-Bundesliga. Und die Suche nach Stabilität eine schwierige. Eine Reihe von Rückkehrern könnte die Rettung sein. Oder schlagen die Stuttgarter doch noch mal auf dem Transfermarkt zu? «Es kann durchaus sein, dass etwas passiert», sagte Sportdirektor Sven Mislintat nach der dritten Liga-Niederlage gegen Freiburg in Serie.

Doch Zeit und Budget sind knapp. Er habe «ein paar Optionen im Kopf», sagte Mislintat über mögliche externe Verstärkung. «Wir können jetzt nicht fünf, sechs, sieben, acht Millionen ausgeben», stellte er zugleich aber klar. Sollte sich bis Dienstagabend noch eine passende Konstellation ergeben, holt der 48-Jährige wohl noch einen Stürmer. Wenn nicht, dann nicht. Er glaube nicht, dass das Ziel Klassenerhalt «durch diesen Transfer oder einen Nicht-Transfer gefährdet ist».

Gegen Freiburg traten die personell gebeutelten Schwaben mit der gleichen Startelf an wie eine Woche zuvor bei RB. Nach einer ganz schwachen ersten halben Stunde, in der Woo-yeong Jeong (3. und 9. Minute) und Lucas Höler (28.) die Gäste bereits klar in Führung gebracht hatten, berappelten sich die Stuttgarter etwas.

Verteidiger Konstantinos Mavropanos (45.), der später mit einer Hüftprellung ausgewechselt werden musste, und Hamadi Al Ghaddioui (45.+2) stellten den Anschluss her. Nach der Pause fehlte offensiv dann aber wieder die Durchschlagskraft. «Da haben wir zu wenig aus unserer Dominanz kreiert», sagte der enttäuschte Trainer Pellegrino Matarazzo.

Rückkehr von Orel Mangala wird sehnsüchtig erwartet

Mittelstürmer Al Ghaddioui erledigte seinen Job mit einem Tor und einer Vorlage durchaus ordentlich, kann den nach einer Schulter-OP noch monatelang fehlenden Sasa Kalajdzic in vielen Situationen und langfristig aber nicht ersetzen. Dazu schmerzt besonders der Ausfall von Orel Mangala (Oberschenkelverletzung), der im Mittelfeld an der Seite von Wataru Endo vergangene Saison die Ruhe ausstrahlte, die dem VfB derzeit häufig fehlt.

In der Summe sind es zu viele Verletzte, als dass die junge Mannschaft das einfach so wegstecken könnte. Die nun anstehende Länderspielpause kommt dem VfB daher gerade recht. Nachdem Tanguy Coulibaly (Corona-Infektion) und Atakan Karazor (muskuläre Probleme) gegen Freiburg schon wieder auf der Bank saßen, erwartet Sportchef Mislintat nach der Liga-Unterbrechung «definitiv» auch Mangala und Nikolas Nartey (Corona-Infektion) zurück.

«In den ein, zwei Wochen danach» sollen die aktuell noch verletzten Chris Führich und Naouirou Ahamada dazukommen. Und im weiteren Verlauf des Jahres auch Lilian Egloff, Silas Katompa Mvumpa und Kalajdzic. Man habe eine «Personalmisere», sagte Mislintat mit Blick auf die vielen Rekonvaleszenten. Eine «sportliche Krise» angesichts von drei Punkten aus den ersten drei Spielen aber «nicht». Zumindest noch nicht.