VfB Stuttgart

Sankoh, Beyaz, Ito und Co.: Wer im VfB-Trainingslager auf sich aufmerksam machen konnte

Mohammed Sankoh
Jung und entwicklungsfähig: Angreifer Mohammed Sankoh. © Danny Galm

Sieben schweißtreibende Trainingslager-Tage in Kitzbühel liegen hinter den Profis des VfB Stuttgart. Zwar trübt die schwere Verletzung von Neuzugang Chris Führich die Stimmung, doch unter dem Strich kam der VfB-Tross am Samstag mit einem guten Gefühl zurück nach Bad Cannstatt. „Ich würde ja gerne kritisch sein, aber das ist schwierig“, freut sich Trainer Pellegrino Matarazzo und bilanziert: „Die Jungs haben sehr, sehr gut mitgezogen. Wir sind ein gutes Stück weitergekommen.“ Wir zeigen, welche Spieler die Zeit in Tirol nutzen konnten, um besonders auf sich aufmerksam zu machen.

Ömer Beyaz

Mit Technik, Spielintelligenz und einer beeindruckenden Stressresistenz konnte der junge Mittelfeldspieler in Trainingseinheiten und Testspielen glänzen. „Ömer ist schon sehr weit für seine 17 Jahre“, findet Sportdirektor Sven Mislintat.

Ömer Beyaz
Mittelfeldspieler Ömer Beyaz. © Danny Galm

In seiner Anfangszeit in Stuttgart fungierte Teamkollege Atakan Karazor, der aus einer türkischen Familie stammt, als Integrationshelfer - und auch der 24-Jährige ist beeindruckt vom Neuzugang aus Istanbul: „Nachdem ich ein paar Videos von ihm gesehen hatte, hätte ich nicht gedacht, dass er so giftig ist. Mir gefällt richtig gut, was er macht. Was er am Ball kann, ist eh überragend. Aber auch gegen den Ball macht er es sehr gut – und das ist in einer deutschen Mannschaft sehr wichtig.“

Hiroki Ito

Der Neuzugang vom japanischen Zweitligisten Jubilo Iwata war zunächst für die zweite Mannschaft eingeplant. Schnell wurde dem Trainerteam allerdings klar, dass der 22 Jahre alte Innenverteidiger in seiner Entwicklung bereits sehr weit ist und durchaus auch bei den Profis mittrainieren kann.

Hiroki Ito
Abwehrspieler Hiroki Ito. © Danny Galm

Eine clevere Zweikampfführung, ein gutes Stellungsspiel und eine starke Spielöffnung zeichnen den 1,86 Meter großen Abwehrspieler aus. Hinzu kommt eine feine Technik. „Sein linker Fuß ist außergewöhnlich“, sagt Sportdirektor Sven Mislintat, der sich den Japaner durchaus als Backup-Lösung im Bundesliga-Kader vorstellen kann.

Mohammed Sankoh

17 Jahre alt ist der Niederländer und so ist es wenig verwunderlich, wenn Trainer Matarazzo sagt: „Mo braucht noch Zeit.“ Dennoch ist der hochbegabte Stürmer anderen Angreifern in seiner Altersklasse weit voraus - auch physisch.  

Mohammed Sankoh
Angreifer Mohammed Sankoh. © Danny Galm

Mit Geschwindigkeit und Emotionen sucht Sankoh den direkten Weg zum Tor und vor der Kiste ist er schon erstaunlich abgezockt. Unlängst zu bestaunen bei seinen zwei Toren im Testspiel gegen Arminia Bielefeld (5:2). „Er ist klar im Kopf und weiß genau, was er will“, findet sein Cheftrainer, „das sind ganz wichtige Voraussetzungen, um als Profi Karriere zu machen.“

Roberto Massimo

Auch der rechte Flügelspieler durfte am Freitag im Match gegen den Liga-Konkurrenten aus Ostwestfalen einen Doppelpack bejubeln. Der 20-Jährige geht nun in seine dritte komplette Saison beim VfB und dürfte auf der Position des rechten Wingbacks gesetzt sein.

Torjubel Massimo gegen Bielefeld
Torschütze Roberto Massimo beim Jubel mit seinen Teamkollegen. © Danny Galm

An seinen Stärken (Tempo und Spielintelligenz) hat der 1,81 Meter große Flügelflitzer in Tirol ebenso gearbeitet wie an seinen Schwächen (Technik und Defensivverhalten). Mit den Toren gegen seinen Jugendclub krönte er eine starke Trainingslager-Woche. 

Daniel Didavi

Mit seinen 31 Jahren ist der zentrale Mittelfeldspieler so etwas wie der Vater der Kompanie. Seinen Vertrag hat der gebürtige Nürtinger erst vor kurzem um ein Jahr verlängert und angekündigt, noch einmal Vollgas geben zu wollen.

Daniel Didavi
Mittelfeldspieler Daniel Didavi. © Danny Galm

Das war dem Edeltechniker mit dem feinen linken Fuß in Kitzbühel in jeder Trainingseinheit anzumerken. Der Spielmacher will dem Team auf dem Platz helfen und dafür noch einmal alles investieren. Didavi ist topfit, verletzungsfrei und aufgrund seiner Erfahrung als feste Stütze in der jungen Mannschaft (Altersschnitt: 22,81 Jahre) eingeplant.

Florian Schock

Nachdem Ersatzkeeper Jens Grahl überraschend zu Eintracht Frankfurt transferiert wurde, reiste der 1,99 Meter große Nachwuchskeeper ins Vorbereitungscamp in den Alpen nach.

Florian Schock
Torhüter Florian Schock. © Danny Galm

In den intensiven Einheiten mit Torwarttrainer Steffen Krebs gab der 20-Jährige aus der Region (geboren in Ostfildern/Ruit) ordentlich Gas. Seit der U16 trägt Schock das Trikot mit dem roten Brustring und in seiner ersten Saisonvorbereitung mit den Profis konnte er mit seinem guten Stellungsspiel und seiner Ausstrahlung direkt eine Duftmarke setzen.